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Stadtteileltern: Aufklärung fördert Entwicklung

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Die ehrenamtlichen Stadtteileltern bereiten sich darauf vor, mit ihrer Arbeit zu beginnen.  Foto: Schäfer
Ehrenamtliches Team will Migrantenfamilien helfen, sich zurechtzufinden und ihre Chancen in der Gesellschaft besser zu nutzen. Dazu gehörten vor allem niedrigschwellige Info-Veranstaltungen sowie Dolmetscherdienste.  Von
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Vingst/Höhenberg

Mülheims Stadtteilmütter machen Schule. Die Sozialraumkoordination von Höhenberg und Vingst, der Vingster Treff und die Volkshochschule gehen bald mit einem ähnlichen Projekt an den Start. Elf Frauen und ein Mann sollen Familien helfen, ihre Chancen in der Gesellschaft besser zu nutzen. Die Stadtteileltern absolvieren noch bis Ende Juni eine Qualifikation. Danach nehmen sie die Arbeit auf.

„In den beiden Stadtteilen leben 76 Prozent der Kinder in Familien mit Migrationshintergrund“, sagt Sozialraumkoordinatorin Daniela von Palubicki. Damit deren Entwicklung optimal verlaufe, seien Sprachförderung, Aufklärung über Kindesentwicklung, Informationen über das Schulsystem sowie Gesundheit, Ernährung, Sucht und andere Themen nötig. Von Palubicki: „Bei vielen Familien ist die Vielfalt solcher Angeboten nicht bekannt. Diese Aufklärungsarbeit können unsere Stadtteileltern leisten.“
Weitere Aufgaben sollen die Etablierung von Elterntreffs in Kindergärten sein oder ein Vätertreff, um auch die Männer einzubinden.

„Den Vätertreff übernehme ich“, sagt Hasan Akyüz, der einzige Mann in der Runde. Der türkischstämmige Mitarbeiter von Ford hat bereits Erfahrungen mit sozialem Engagement: „Im Betrieb arbeite ich in einer Gruppe, die über Suchtgefahren aufklärt.“ Während der Ausbildung zum Stadtteilvater habe er allerdings gemerkt, dass er Nachholbedarf in Erziehungsfragen habe.

Die Stadtteilmutter Sihem Jemail stammt aus Tunesien. „Auch Menschen mit Migrationshintergrund wollen, dass sich ihre Kinder gut entwickeln. Aber sie wissen oft nicht, wie sie ihnen dabei helfen können“, sagt sie. Sie habe „das alles doch selbst durchgemacht“. Auch Angwah Njong aus Kamerun will mitmachen .„Wir sind Ausländer und haben oft keine Ahnung, wo man etwas beantragen kann oder wie man in diesem Land zurechtkommt – dagegen will ich etwas tun“, sagt sie.
„Unser Projekt unterscheidet sich vom Mülheimer Modell“, sagt Britta Hollmann vom Vingster Treff. Während die Stadtteilmütter in Mülheim fest angestellt seien, arbeiteten die Höhenberger und Vingster ehrenamtlich.
Auch die Aufgaben seien andere: Hier gehe es um Begleitung oder Vermittlung zu passenden Angeboten. Dazu gehörten vor allem niedrigschwellige Info-Veranstaltungen sowie Dolmetscherdienste.

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