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Stadtverschönerung: 90 000 Euro für Kalk und Mülheim

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Fast 20 000 Euro stehen für den Neubrücker Marktplatz bereit. Foto: Schäfer
Trotz Haushaltskrise wird weiter an der Stadtverschönerung gearbeitet - allerdings mit kleinerem Budget als geplant. Für je 90 000 Euro sollen in Mülheim und Kalk Bäume und Blumen gepflanzt, Wege und Brunnen saniert werden.  Von
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Kalk/Mülheim

Die Stadt steht finanziell zwar nicht gut da. Die Pläne zur Stadtverschönerung bleiben vom Rotstift jedoch weitestgehend verschont. 2011 hatte der Stadtrat beschlossen, jedem der neun Bezirke im Rahmen des Programms „Bäume, Brunnen, Blumen und Gewässer“ 100 000 Euro für Ersatz- und Neupflanzungen von Bäumen und Beeten oder die Sanierung von Brunnen zur Verfügung zu stellen. Der Finanzausschuss hat nun beschlossen, die wegen der Haushaltssperre auf 90 000 Euro gekürzten Mittel auszuzahlen.

„Damit haben die Bezirke ihren Beitrag zum Sparen geleistet“, sagt Dorothee Schneider, Leiterin der Stadtkämmerei. Geplant war ursprünglich, das Programm aus Einnahmen durch die Kulturförderabgabe („Bettensteuer“) zu finanzieren, deren Auszahlung für 2012 aufgrund eines Gerichtsurteils allerdings fraglich ist. Dennoch soll das Geld aus dem städtischen Etat fließen. Vorschläge, welche Projekte umgesetzt werden, hatten die Bezirksvertretungen erarbeitet.

Kalk:

Die Kalker Stadtteilparlamentarier beschlossen, 19 200 Euro und damit den größten Betrag als Zuschuss für die Gestaltung des Neubrücker Marktplatzes zu verwenden. Dass An St. Adelheid, wie der Platz offiziell heißt, etwas geschehen muss, darüber waren sich die Politiker einig. Derzeit sucht eine Interessengemeinschaft nach Lösungen für das Areal, dessen Anwohner sich über Ruhestörung und mangelnde Sicherheit beschweren.

Unumstritten war das Projekt aber nicht. Nur „mit Bauchschmerzen“ stimmte die CDU-Fraktion zu, wie ihr Vorsitzender Jürgen Schuiszill sagte. „Wir sind noch nicht so weit“, sagte er und verwies auf die IG Markplatz, die derzeit Vorschläge diskutiere. Seine Befürchtung, die Stadtverschönerungsmittel könnten komplett entfallen, erübrigten sich durch das positive Votum des Finanzausschusses. Die Grünen-Vertreter stimmten sogar gegen den Vorschlag. „Ein Signal an die Bürgerinnen und Bürger von Neubrück“ sei die Summe, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Krems. Holger Sticht, Vorsitzender der Grünen-Fraktion hielt dagegen: „Ein Signal muss nicht 20 000 Euro kosten.“ Auf insgesamt 14 Projekte verteilen sich die 90 000 Euro, die zweitgrößte Summe soll in die Erneuerung des Trimm-Dich-Pfades rund um das Hövi-Land-Gelände (15 000 Euro) investiert werden. Die Instandsetzung eines bisher namenlosen Fußweges in Brück, der vom Rather Kirchweg/Brück-Rather Steinweg zum Friedhof führt, soll für 10 000 Euro vorgenommen werden. Auch diesen Vorschlag beschlossen die Bezirksvertreter gegen die Stimmen der Grünen.

Zusätzlich umfasst die von den Bezirksvertretern verabschiedete Liste Vorhaben wie Rodungen auf der großen Freiwiese/Festwiese in der Westerwaldstraße (8000 Euro). Außerdem sieht der Beschluss die Anschaffung einer Tischtennisplatte für den Bürgerpark Kalk (5000 Euro) vor, die Eingangstore zum Alten Kalker Friedhof sollen saniert (4000 Euro) und in mehreren Fällen die Grünpflege fortgeführt werden.

Mülheim:

Ebenfalls 14 Projekte sollen in Mülheim umgesetzt werden. „Wir sind natürlich froh, dass der Rat trotz der Haushaltslage das Geld zur Verfügung gestellt hat“, sagt Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs. „Das Geld ist immerhin ein Ansatz.“ Höchste Priorität auf der Liste der Vorschläge genießt die Gestaltung der historischen Treppe im Mülheimer Stadtgarten, die erneuert werden soll. Auch die Neubepflanzung und Pflege rund um die Treppenanlage ist vorgesehen. An den Hauptwegen im Naherholungsgebiet Dünnwald sind neue Schilder, vor allem für Radfahrer, geplant.

Die gestohlenen Bronzeschalen des Schifffahrtsbrunnens auf dem Wiener Platz (l.) sollen ersetzt werden.
Die gestohlenen Bronzeschalen des Schifffahrtsbrunnens auf dem Wiener Platz (l.) sollen ersetzt werden.
Foto: Schäfer

An Aubach’s Eck in Stammheim wünschen sich die Bezirksvertreter vier neue Abfallbehälter und Verschönerungen der Wege und Beete, das marode Wegekreuz an der Kreuzung Bergisch-Gladbacher Straße/Wasserwerkstraße in Dellbrück soll saniert werden.

Neue Schalen soll der Schifffahrtsbrunnen auf dem Wiener Platz erhalten, die alten sind im vergangen Jahr gestohlen worden. „Außerdem wollen wir prüfen, ob der Brunnen nicht an eine andere Stelle auf dem Platz versetzt werden kann“, sagt Norbert Fuchs. Kleinere Arbeiten sind im Stammheimer Schlosspark nötig, dort sollen beschädigte Wege geflickt und die Natursteintreppe saniert werden.

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