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Umweltschutz: Grundschüler schonen das Klima

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Die Viertklässler Melisa, Maria und Nicolas (v.r.) kennen sich beim Stromsparen aus: Der neue Energie-Monitor zeigt ihnen, wie sparsam ihre Klasse wirtschaftet.  Foto: CHRIST
Die Vingster Grundschule möchte in Zukunft sparsamer mit ihrem Strom umgehen. Die Firma Delta Control hilft ihr und hat einen Energie-Monitor entwickelt. Er zeigt an, wie viel Energie jede einzelner Klassenraum verbraucht.  Von
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Vingst

Die Bilanz bessert sich blitzartig. Als Melisa im Computerraum das Licht ausknipst, schrumpft der gelbe Balken auf dem Bildschirm sofort in sich zusammen. Wieder ein paar Watt gespart, wieder die Umwelt geschont. Seit einigen Tagen sind die Schüler der Heinzelmännchen-Schule an der Heßhofstraße bestens darüber informiert, wo in ihrer Schule wie viel Strom verbraucht wird. Eine speziell entwickelte Software führt ihnen mit farbigen Balkendiagrammen vor Augen, welche Klasse sich gerade besonders umweltschonend verhält – und welche nicht. Möglich macht es die Technik der Firma Delta Control aus Rondorf, die eigens für die Vingster Grundschule einen Energie-Monitor entwickelte und einrichtete.

Vor eineinhalb Jahren lernten die Kinder in einer Projektwoche eine Menge über den Klimawandel. Für das Thema „Umweltschutz“ sind sie sensibilisiert. Nun sollen sie lernen, dass sie selbst ganz konkret etwas tun können, um die Natur wenigstens ein bisschen zu schonen. „Um ihnen zu vermitteln, dass sie durch ihr eigenes Verhalten den Klimawandel aufhalten können, bedurfte es nur einer genialen Idee“, so Schulleiter Martin Großgarten. Mit dem Energie-Monitor könne diese Idee nun umgesetzt werden.

Infos über Stromsparen

Die raumgenaue Kontrolle des Stromverbrauchs soll die Mädchen und Jungen animieren, öfter mal den Aus-Schalter zu drücken. Dazu hat sich die Schule einen Wettbewerb ausgedacht: Die Klasse mit dem niedrigsten Wochenverbrauch wird Energie-König und bekommt einen Punkt.

Beim achtjährigen Nicolas und seinen Mitschülern hat das Umdenken schon begonnen: „Wenn die Sonne scheint, machen wir die Vorhänge auf und das Licht aus.“ Computer werden nur eingeschaltet, wenn sie wirklich gebraucht werden.

Per Controller wird der Stromverbrauch  ermittelt.
Per Controller wird der Stromverbrauch ermittelt.
Foto: Christ

Das Programm stellt nicht nur den aktuellen Verbrauch separat für jeden Klassenraum dar, sondern unterscheidet auch nach dem Verbrauch für Beleuchtung, Computernutzung oder Geräten, die über die Steckdose laufen. Rund ein Jahr lang arbeitete Delta Control an der Anlage, investierte rund 20 000 Euro. An 117 Stellen im Schulgebäude werden Informationen zu Strom und Spannung gesammelt und über Kontrollgeräte an einen Server im Computerraum übermittelt. Jeder PC in der Schule bietet Zugang zur Software.

Neue Lampen für bessere Umweltbilanz

In Sachen Energie-Monitoring ist das mittelständische Unternehmen bewandert, sie installiert unter anderem Energie-Management-Systeme für Unternehmen der Großchemie. Neuland betraten Chef Michael Pauli und seine Mitarbeiter jedoch mit der Software: „Die Herausforderung lag darin, den Verbrauch für die Kinder anschaulich zu machen“, sagt Pauli, dessen Sohn und er selbst einst auf die Heinzelmännchen-Schule gingen. Auch diese Aufgabe ist gemeistert: Das Programm ist kinderleicht zu bedienen und schön anzusehen. Jeder Klasse ist zum Beispiel ein Tier zugeordnet, aktuell liegt die Pinguinklasse beim Stromsparen ganz vorn. Nicolas und Maria von der Mäuseklasse hoffen, bald aufschließen zu können: In dieser Woche seien sie auf Klassenfahrt, sagen sie. Das tue der Bilanz ziemlich gut.

Stromverbrauch Beispiele

Flachbildschirm-Fernseher von hoher Qualität: 120 Watt
PC: 150-200 Watt;
ausgeschalteter PC, dessen Stecker noch steckt: 15-20 Watt
Spielekonsole: 200 Watt
CD-Player: 20-30 Watt
Beamer: 450 Watt

Mit ganz anderen Mitteln könnte die Stadt zum Stromsparen beitragen: Überall in der Schule sind Leuchtstoffröhren mit einem Verbrauch von 50 Watt installiert. Aktuelle LED-Lampen verbrauchten nur zehn Watt, sagt Pauli: „Innerhalb eines Jahres hätten sich LED-Leuchten amortisiert.“

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