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Wissenschaft: Abenteuer-Parcours im Odysseum

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Mit einer Art Funkgerät können die Besucher im Odysseum künftig das interaktive „The Game“ spielen, das sie durch die Schau führt. Foto: Christoph Hennes
Kalker Odysseum wird vor der Wiedereröffnung im Juli aufwendig umgestaltet. Einige bestehende Stationen wurden modernisiert und umgestaltet. Außerdem wird das interaktive Wissenspiel „The Game“ installiert.  Von
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Dass Forschung und Technik heute ein schnelllebiges Geschäft ist, musste auch das Odysseum erfahren. Nur vier Jahre nach der Eröffnung des Wissenschaftsmuseums hat die Einrichtung ihr Ausstellungskonzept gründlich überarbeitet. Einige bestehende Stationen wurden modernisiert und umgestaltet, das aufwendige interaktive Wissensspiel „The Game“, dass Kinder ab zehn Jahren durch das ganze Museum führt, wird derzeit eingerichtet. Der Innenraum ist 16 Tage vor Wiedereröffnung am 20. Juli eine Baustelle. Rund zwei Millionen Euro hat die Neukonzeption gekostet, sagt Odysseum-Geschäftsführer Thomas Brill.

Bei der wichtigsten Neuerung „The Game“ haben die Besucher – spielerisch – keinen geringeren Auftrag, als die Welt zu retten. Dafür können sie zwischen den Charakteren Abenteurer, Denker, Kreativer und Mutiger wählen. Auf Grundlage einer 90-minütigen abgeschlossenen Geschichte, in der ein virtueller Professor damit droht, alle Technik auf dem Planeten zu zerstören, durchstreifen die Besucher das Museum, müssen verschiedene Stationen finden und dort naturwissenschaftliche und technische Aufgaben lösen. Mit einer Art Funkgerät werden die Antworten erfasst und am Ende ausgelesen. Dann erfahren die Besucher, wie viel sie gewusst haben – oder wie wenig. Teil von „The Game“ sind zudem verschiedene eigens produzierte Einspielfilme, Abschluss bildet ein Film im neu eingerichteten 360-Grad-Kino. Familie oder Schulklassen können in einem abgeschlossenen „Game“ auch gegeneinander antreten. Bei den alten und neuen Stationen erfahren die Besucher zum Beispiel etwas über die Evolution, physikalische und mathematische Phänomene oder bedeutende Erfindungen. Per QR-Code an den Stationen kann man sich weitere Informationen zu den jeweiligen Punkten aufs Smartphone holen. Im Außenbereich entsteht ein ganzes Piratenschiff, anhand dessen ebenfalls die Wunder der Naturwissenschaft erkundet werden können. Für den Umbau wurde das Odysseum erstmals für sieben Wochen geschlossen.

„Wir müssen uns an die Erwartungen unserer anspruchsvollen Zielgruppe anpassen“, sagt Geschäftsführer Brill. Und die Zielgruppe seien vor allem Kinder und Jugendliche, die ganz selbstverständlich mit Tablets und Smartphones hantierten, was sie nun auch in der Ausstellung vorfänden. „Wir wollen junge Leute für Wissenschaft begeistern“, wirbt Brill. Das sei zuletzt immer besser gelungen. Nachdem die Besucherzahlen anfangs hinter den Erwartungen zurückblieben, stehe allein in diesem Jahr „ein Wachstum von 20 Prozent“ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu Buche. 2012 kamen rund 200 000 Menschen ins Odysseum.

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