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Wohnungsnot: Studentenbuden in der Polizeiwache?

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Büroräume und Gefängniszellen der ehemaligen Kalker Polizeiwache könnten zu Studentenwohnungen umgebaut werden.  Foto: Norbert Ramme
Das seit Jahren leerstehende Gebäude der ehemaligen Kalker Polizeiwache an der Kapellenstraße wird möglicherweise zu einem Studentenwohnheim umgebaut. Der Wohnungsmarkt soll dadurch entlastet werden.  Von
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Das seit Jahren leerstehende Gebäude der ehemaligen Kalker Polizeiwache an der Kapellenstraße wird möglicherweise zu einem Studentenwohnheim umgebaut. Dies sei „grundsätzlich möglich“, wie die Stadtverwaltung jetzt auf Anfrage der Grünen den Kalker Bezirksvertretern mitteilte. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) hält als Grundstückseigentümer die leerstehende Immobilie durchaus "für studentisches Wohnen geeignet". Erste Gespräche zwischen dem BLB und dem Studentenwerk Köln hätten bereits stattgefunden, heißt es.

Studentenbude mit Zelle im Keller

„Das Problem ist jedoch, dass weder das Wissenschafts- noch das Bauministerium in Eigenregie Wohnungen zur Verfügung stellen können“, sagt der Landtagsabgeordnete und frisch wiedergewählte Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott. „Wir brauchen einen Partner, der das übernimmt.“ Daher soll die Ex-Polizeiwache verkauft werden. Laut Verwaltung muss dies jedoch „aufgrund gesetzlicher Bestimmungen im Rahmen eines Bieterverfahrens erfolgen“.

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Angesichts der dramatischen Situation am Wohnungsmarkt für Studierende - rund tausend Bewerber stehen allein beim Kölner Studentenwerk auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz - müsse man, so Ott, auch Wohnprojekte entwickeln, „die nicht der gewohnten Norm entsprächen“, wie die Polizeiwache mit ihren noch existierenden Gefängniszellen im Keller. Ott: „Keine Option darf vorschnell abgetan werden.“ Das sieht Franz-Xaver Corneth, Vorsitzender des Kölner Mietervereins, ähnlich. Um auf den doppelten Abiturjahrgang im Sommer zu reagieren, „muss alles, was geeignet ist, auch genutzt werden“.

Kaufhof-Gebäude nicht geeignet

Das frühere Kaufhof-Gebäude an der Kalker Hauptstraße ist nach Auffassung der Verwaltung „für eine Wohnnutzung durch Studenten eher nicht geeignet“. Die aufgrund der Größe des Hauses notwendigen massiven Umbaumaßnahmen würden sich wirtschaftlich nicht rechnen. Eine genaue Bestandsaufnahme für den Stadtbezirk Kalk gebe es nicht, doch grundsätzlich sei „jede Wohnung für Studenten geeignet“.

Chancen für den Neubau von Studentenwohnungen sieht Pfarrer Franz Meurer bei der geplanten Neubebauung des noch von der Post genutzten Geländes zwischen Olpener Straße und Germaniastraße in Höhenberg. Mit einem ersten möglichen Investor hat er schon gesprochen. „Leider ist aber noch nichts klar“, sagt Meurer. „Doch zum Glück ziehen immer mehr Studenten in Wohngemeinschaften. Das sollte man fördern. So mischt sich die Bevölkerung gut. Und die Studenten bringen stets neue Ideen mit.“

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