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Zoobrücke: Vor dem Tunnel droht das Chaos

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Foto: stefan worring
Ab kommender Woche werden einzelne Fahrspuren vor dem Straßentunnel zwischen der Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost gesperrt. Die Arbeiten am maroden Tunnel werden in mehreren Etappen durchgeführt.  Von
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Köln

Die Verkehrslage im maroden Straßentunnel zwischen der Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost wird sich ab kommender Woche verschärfen. Montag beginnt die Sanierung der Röhre, durch die die Stadtautobahn führt. Ab dann werden einzelne Fahrspuren gesperrt.

Bereits seit einem Jahr ist der Tunnel für Lastwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen und für Transporte von Gefahrgut tabu. Für alle anderen Fahrzeuge wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde auf Tempo 50 verringert. Sicherheitsexperten der Feuerwehr hatten an dem 1969 eröffneten Bauwerk erhebliche Brandschutzmängel festgestellt. Es weist zudem Schäden am Beton und den Entwässerungsleitungen auf. Die Generalsanierung soll etwa 30 Millionen Euro kosten.

Die Arbeiten werden „in mehreren Etappen und wechselnder Verkehrsführung durchgeführt“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung, die der Verkehrsausschuss am heutigen Dienstag berät. Deshalb könne der Tunnel während der gesamten etwa zweijährigen Bauzeit nur eingeschränkt befahren werden. Das Bauwerk ist 550 Meter lang, die Fahrbahnen befinden sich übereinander: Oben fließt der Verkehr stadteinwärts, unten stadtauswärts. Es gibt keine Fluchtwege zur Seite. Deshalb wird in der Tunnelmitte ein Fluchttreppenhaus errichtet, das bereits im Rohbau fertig ist. Ebenso geplant sind eine Brandmeldeanlage, Anlagen für Löschwasser und Rauchabzug, Lautsprecher, Videoüberwachung sowie Ampeln, mit denen die Behörde den Tunnel im Notfall sperren kann.

Ab Herbst beginnen die Rohbauarbeiten

Im ersten Schritt der Instandsetzung verlegt die Rhein-Energie in der stadteinwärts führenden oberen Röhre Versorgungsleitungen. Deshalb werde dort „zeitweise während der verkehrsschwachen Zeiten“ eine der drei Fahrspuren gesperrt. Ab Herbst beginnen die Rohbauarbeiten im Tunnel selbst. Hierzu müssten in beiden Tunnelröhren Fahrstreifen gesperrt werden, jedoch stünden „grundsätzlich immer jeweils zwei Fahrspuren stadteinwärts und stadtauswärts zur Verfügung“, sagt die Verwaltung. Die Sicherheitsauflagen wie Temporeduzierung und Sperrung für bestimmte Lkw bleiben für die Zeit der Sanierung bestehen, auch wird der Tunnel weiterhin 24 Stunden täglich videoüberwacht. Die Ausweichstrecken für den Schwerlastverkehr bleiben ausgewiesen.

Der Tunnel zwischen der Zoobrücke und der Autobahn zählt zu den am stärksten genutzten Abschnitten Kölns. Bis zur Einschränkung vor einem Jahr passierten ihn pro Tag 107000 Fahrzeuge, davon ungefähr 3200 Lkw über 7,5 Tonnen.

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