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3000 Wildkatzen in der Eifel: BUND fordert Wildkatzenbotschafter

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Um Wildkatzen ging es am Freitagabend während der Mitgliederversammlung der BUND-Kreisgruppe Euskirchen. Foto: gudrun klinkhammer
In der Eifel leben rund 3000 Wildkatzen. Das ist fast die Hälfte des bundesweiten Bestandes. Die BUND-Kreisgruppe Euskirchen hat sich jetzt dafür ausgesprochen, Wildkatzenbotschafter einzusetzen, die sich für die Belange der bedrohten Katzen starkmachen.  Von 
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Die Wildkatze stand am Freitagabend während der Mitgliederversammlung der BUND- Kreisgruppe Euskirchen im Mittelpunkt des Geschehens. Die Diplom-Biologin Dr. Christine Thiel stellte das bundesweite Projekt „20 000 Kilometer Wanderkorridore, ein Rettungsnetz für die Wildkatze“ des Naturschutzverbands vor.

In ganz Deutschland leben rund 7000 Tiere dieser Gattung, etwa 3000 davon in der Eifel. Die Wildkatze, deren wissenschaftlicher Name „Felis silvestris“ lautet, gilt laut der Roten Liste der bedrohten Arten als stark gefährdet.

Basisarbeit in den Kommunen leisten

Um der Wildkatze die Wege bundesweit noch besser zu ebnen als bisher, sollen in den kommenden Monaten und Jahren Wildkatzenbotschafter eingesetzt werden, die sich für die Belange dieses Tieres starkmachen.

Bestimmte Fragen müssen im Zusammenhang mit dem Projekt beantwortet werden: Wie und wo bewegt sich die Wildkatze genau? Wie gesund sind die Populationen? Wo und in welcher Form können Korridore für dieses zurückgezogen lebende Wesen eingerichtet werden?

„Das Ernennen der Beauftragten sollte nicht unstrukturiert geschehen“
Volker Hoffmann, BUND

BUND-Mitglied Volker Hoffmann mahnte: „Das Ernennen der Beauftragten sollte nicht unstrukturiert geschehen.“ Wildkatzenbotschafter sollten, ebenso wie vor einigen Jahren die Nationalparkbotschafter, ausgebildet werden und dann beispielsweise in die Kommunen gehen, um dort Basisarbeit zu leisten und Verständnis zu wecken, so Hoffmann. Auch könnten die speziell geschulten Leute in Kontakt mit Jägern, Förstern und Landwirten treten.

In ganz Deutschland leben rund 7000 Wildkatzen. Foto: gudrun klinkhammer

Den Vorschlag der Schulung nahm Christine Thiel gerne auf. Zudem erklärte sie: „Südlich des Nationalparks wird in Zusammenarbeit mit den Förstern inzwischen schon versucht, mit wenigen Mitteln große Wirkung zu erzielen.“ So sei das Projekt in der Gemeinde Dahlem bereits umgesetzt worden.

Im Nationalpark Eifel dagegen würden bezüglich der Wildkatze derzeit keine Kontrollen durchgeführt, so Thiel. Im Vorfeld des Referats ließ Volker Hoffmann kräftig Dampf ab, sowohl die derzeitigen Vorgänge im Nationalpark Eifel betreffend als auch zu den aktuellen Geschehnisse rund um die Energiewende und deren Konsequenzen.

Hoffmann: „Was den Nationalpark Eifel angeht, so hat man inzwischen den Eindruck, als wäre ein Baukasten vergeben worden, mit dem einige Personen jetzt spielen und versuchen, ihre eigenen Vorstellungen zu verwirklichen.“

Lebensbedrohlicher Vergiftungsprozess

Hoffmann forderte inständig, die Natur stattdessen endlich einmal Natur sein zu lassen.

Die derzeitige Energiewende in Deutschland sieht er als Schnellschuss: „Die Energiewende, wie wir sie jetzt erleben, mit Biogasanlagen und möglichen Windrädern im Wald, das funktioniert nicht.“

Schon jetzt würden rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen für die Energiewende genutzt, indem dort beispielsweise Pflanzen angebaut werden, die anschließend in einer Biogasanlage geschreddert werden.

Mehr dazu

Hoffmann verglich die laufende Energiewende mit „Botulismus“, also mit einem lebensbedrohlichen Vergiftungsprozess.

Hoffmann: „Hier muss ganz neu überlegt werden.“
Der BUND Deutschland soll nun auf Drängen der Kreisgruppe Euskirchen zu Themen wie Biogasanlagen und Windrädern Stellung beziehen.

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