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In Golbach: Rotorengeräusche sollen gemessen werden

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Seit vergangenem Herbst liegen die Fundamente der Windräder auf dem Honderberg frei und werden nur notdürftig entwässert.  Foto: Gudrun Klinkhammer
In Goldbach prallt der Schall der nahen Windräder gegen einen Hang und verursacht ein störendes Echo. Die Bezirksregierung Köln wird jetzt in der Oberstraße messen, wie viel Lärm dort von den drehenden Rotoren der Windräder ankommt.  Von 
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Bürgermeister Herbert Radermacher gab im Bauausschuss bekannt, dass ab dem 2. Juli in Golbach eine neue Lärmmessung stattfinden werde. Vor knapp einem Jahr wurde bereits eine Lärmmessung in der Straße "Auf der Kegelbahn" durch dasLandesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Das LANUV, so die kurze Bezeichnung, ist eine Landesoberbehörde, die dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz unterstellt ist.

Die "Kegelbahn liegt den Windmählen gegenüber, zwischen den Häusern dort und den Anlagen liegt ein Tal. Bei entsprechender Wind- und Wetterlage knallt der Schall der Mühlen gegen den Hang der Kegelbahn und verursacht sogar noch ein kräftiges Echo, wie Anlieger die Situation schildern. Familienvater Johannes Thur berichtet, dass die Fenster beispielsweise im Kinderzimmer aufgrund der Lärmbelästigung häufig geschlossen bleiben müssen. Die Messung des LANUV wurde später allerdings öffentlich angezweifelt. Da nur Mitarbeiter der Behörde die Messgeräte auslösen durften und diese eine teilweise beträchtliche Anfahrt hinter sich bringen mussten, um nach Golbach zu gelangen, wurden die Geräte gar nicht dann ausgelöst, als es wirklich laut war. An einem Abend, an dem der Windradlärm wirklich laut über das Tal fegte, zogen die Mitarbeiter sogar zum Erstaunen der Anlieger ab, ohne die Messstation ausgelöst zu haben.

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Nun wird die Bezirksregierung Köln eine neue Messung durchführen, allerdings an einem anderen Standort, und zwar in der Oberstraße 62. Und auch in einer Jahreszeit, in der die Vegetation viel Schall schluckt. Ein weiterer Unterschied: Die Anlieger dürfen die Gerätschaften auslösen, wenn sie sich belästigt fühlen. Ein Mitarbeiter des Kreises soll nach der Auslösung dann hinzukommen, um die Sachlage zu bestätigen. Was die Anlieger seit Monaten wundert: Die Fundamente der insgesamt fünf rund 130 Meter hohen Anlagen liegen seit gut einem halben Jahr frei. Notdürftige Ablaufrinnen sorgen dafür, dass die Staunässe, die in diesem gebiet stark vorhanden ist, abfließen kann.

Walter Thomassen, Pressesprecher des Kreises Euskirchen, sagt dazu: "Die Fundamente liegen wegen Wurzelschäden frei." Ein Statiker habe jedoch geprüft, dass die Standsicherheit durch die freiliegenden Grundfesten der Räder nicht gefährdet sei. In wenigen Wochen sollen die Fundamente wieder geschlossen werden. Die Anlieger wie Johannes Thur sehen: "Da gibt und gab es nie andere Wurzeln als die von Gras."


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