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In Kall-Scheven: Neue Parkplätze am Bahnhof

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Die Schevener möchten ihren Bahnhof auf jeden Fall erhalten. Foto: Gudrun Klinkhammer
Das Areal rund um den Bahnhof in Kall-Scheven soll auf Geheiß des Kaller Bauausschusses aufgebessert werden. Der Zugangsweg soll befestigt und freigeschnitten werden. Zudem sind acht neue Parkplätze geplant.  Von 
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Kall-Scheven

Erhard Sohn, SPD-Mitglied des Kaller Bauausschusses, geht über einen zugewachsenen und nur notdürftig mit Lava überstreuten Weg.

Bei diesem Weg handelt es sich um einen Hauptzugang zum Schevener Bahnhof. „Hier muss etwas geschehen“, sagt der Politiker, der selbst in Scheven wohnt.

20 000 Euro aus der Gemeindekasse

Nach der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses in der vergangenen Woche in Kall steht fest: An dieser Stelle wird etwas geschehen. Der Weg wird befestigt und freigeschnitten, zudem werden unterhalb des Schevener Bahnhofs, unmittelbar neben der Unterführung auf einem Gemeinde- und kreiseigenen Grundstück, acht neue Parkplätze angelegt.

Die Kosten von rund 20 000 Euro wird die Gemeindekasse übernehmen. Diesen Plan segnete der Ausschuss in seiner vergangenen Sitzung ab.

Wie Sohn schildert, stand der ganze Bahnhof samt Nebenflächen vor einigen Jahren zum Verkauf. Auch der Gemeinde Kall wurde der Komplex angeboten.

Diese lehnte das Angebot jedoch ab. Sohn: „Das Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz, und auf die Gemeinde wären dadurch rund 80 000 Euro Kosten zugekommen.“

Ein Lager für Künstler

Den Bahnhof erwarb stattdessen im Jahr 2009 der Musiker und Künstler Rochus Aust aus Köln. Er freute sich damals mit den Worten: „Das ist eine Riesen-Spielwiese mit tausend Möglichkeiten.“ Seither nutzt er den Bahnhof als Lager und Atelier. Das Dach ließ Aust inzwischen komplett neu eindecken und auch die Fenster sind nagelneu. Aus Angst vor Vandalismus befinden sich jedoch noch Bretter vor den neuen Fenstern.

Auf der linken Seite vor dieser Unterführung sollen jetzt acht neue Parkplätze entstehen. Foto: Gudrun Klinkhammer

Aust erwarb zudem einen Teil des Außenbereichs, unter anderem ein Stück Grund vor dem Bahnhof, das Autofahrern ermöglicht umzukehren. Sohn: „Es war angedacht, diese Umfahrung vernünftig herzurichten, zudem wollten wir in Kooperation mit dem neuen Besitzer hier Parkplätze einrichten.

„Speziell dafür wollte die Gemeinde Kall 10 000 Euro zusteuern. Einen weiteren Teil der Finanzierung sollte Rochus Aust übernehmen.“

Insgesamt drei Vertragspartner

Laut Sohn stockten die Fortschritte an dieser Stelle jedoch, was der Gemeinde nicht gefiel. Da die Park- und Zuwegzustände bisher nicht gelöst werden konnten, verfolgt die Kommune jetzt Plan B. Was die Situation am Bahnhof erschwert: Dort gibt es insgesamt drei Vertragspartner.

Das sind Rochus Aust als Besitzer des Bahnhofsgebäudes und weiter die Gemeinde Kall und die Deutsche Bahn als Eigentümer von angrenzenden Flächen.

Rochus Aust möchte erst mit den Vertragspartnern Rücksprache halten, bevor er sich zu den Vorgängen öffentlich äußert. Für Erhard Sohn ist wichtig: „Der Haltepunkt Scheven soll auf jeden Fall dauerhaft gesichert werden.“ Sohn formulierte zudem den Wunsch: „Es wäre schön, wenn die Bahn insgesamt kundenorientierter agieren würde.“

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