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Prozess: Missbrauch an Tochter zugegeben

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Das Hammer Schöffengericht sah die Schuld des Sängers aus Euskirchen als erwiesen an.  Foto: Redaktion
Ein 47-jähriger Gerüstbauer aus der Gemeinde Kall wurde vom Landgericht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Zuvor hatte er zugegeben, seine leibliche Tochter, die zur Tatzeit 14 Jahre alt war, sexuell missbraucht zu haben.  Von
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Aachen/Kall

Der 47-jährige Gerüstbauer aus der Gemeinde Kall war geständig. Vor der 5. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht gab er zerknirscht zu, im Jahr 2010 seine leibliche Tochter zweimal sexuell missbraucht zu haben. Das Mädchen war zur Tatzeit 14 Jahre alt und lebte im Haushalt des Vaters, der sich 2004 von seiner Ehefrau getrennt hatte.

Die Anklageschrift spricht allerdings von vier Fällen, das Mädchen selber hatte bei der Polizei angegeben, dass der Vater vier bis fünf Mal den Geschlechtsverkehr mit ihr vollzogen habe. Er selber erinnerte sich gestern auf Fragen des Vorsitzenden Richters Roland Klösgen zunächst an „zwei Mal“. Aus Scham habe er weitere mögliche Vorfälle verdrängt, meinte der aus der ehemaligen Sowjetunion stammende Arbeiter, der 1991 mit seiner damaligen Ehefrau nach Deutschland gekommen war.

Auf Fragen des Gerichts bestätigte er, dass das Mädchen seinerzeit in der beengten Wohnung im Nettersheimer Gemeindegebiet – er zog erst 2011 in die Nachbargemeinde Kall – abends auf dem Sofa geschlafen hatte. Er habe sich dazu gelegt, sie ausgekleidet und dann den Geschlechtsverkehr mit ihr vollzogen. Das Mädchen habe danach geduscht, und man sei eingeschlafen.

2004 hatte sich das Ehepaar getrennt. Der Angeklagte war nicht weit weg in eine neue Wohnung gezogen. Als das Mädchen Schwierigkeiten mit der Mutter bekam, habe es bei ihm angerufen und sei später zu ihm gezogen. Irgendwann habe er sich nicht mehr beherrschen können, sagte er mit gesenktem Kopf vor Gericht.

Die neue Wohnung in der Gemeinde Kall sei größer gewesen, so der Angeklagte. Dort habe es auch ein separates Zimmer für die Tochter gegeben. Der Richter fragte genau nach, ob der 47-Jährige sich nicht doch an weitere Vorfälle erinnern könne. Vage gab er an, das könne sein.

Schließlich legte der Angeklagte doch ein volles Geständnis ab und ersparte seiner Tochter damit, in den Zeugenstand treten zu müssen. Das Landgericht verurteilte den Mann zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Außerdem muss er an das Opfer 5000 Euro Schmerzensgeld bezahlen.

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