Karneval in Köln
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3 Fragen an Robert Kilp: Zu hohe Auflagen für Geisterzug?

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Im vergangenen Jahr fand der Geisterzug nicht statt. Foto: Max Grönert
Der Geisterzug wird offenbar in diesem Jahr nicht stattfinden, weil die Organisatoren die hohen Sicherheitsauflagen nicht erfüllen können. Das Gespräch mit dem Leiter des Kölner Ordnungsamtes führte Peter Berger.
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Herr Kilp, der Geisterzug steht mal wieder auf der Kippe, weil der Verein Ähzebär und Ko das Geld nicht zusammen bekommt, um die Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Sind die Auflagen des Ordnungsamtes zu streng?
ROBERT KILP: Nein. Wir haben da nur einen sehr begrenzten Spielraum. Und die eingereichten Unterlagen war leider nicht ausreichend. Ein Geisterzug durch Ehrenfeld, der die Innere Kanalstraße kreuzt, muss vernünftig abgesichert sein. Natürlich ist es bedauerlich, sollte der Geisterzug wieder ausfallen, weil er eine Facette des Kölner Karnevals ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Verein bis zum kommenden Samstag noch ein genehmigungsfähiges Konzept vorlegen wird.

Welche Kosten verursacht der Geisterzug?
KILP: Sie liegen zwischen 10 000 und 15 000 Euro. Das ist viel Geld. Ein erheblicher Kostenfaktor sind die Rettungsdienste. Weil es immer weniger Freiwillige gibt, sind die sehr teuer geworden.

Was halten Sie von dem Versuch, den Geisterzug als Demonstration anzumelden?
KILP: Dazu kann ich nichts sagen. Die Genehmigung ist Sache der Polizei. Wenn ich Ähzebär und Ko einen Rat geben darf: Der Verein sollte sich frühzeitig im Jahr um Spenden bemühen und vor allem kleinere Beträge sammeln. Das ist zwar aufwendig, aber bringt ihn dann nicht so unter Druck, das Geld zusammen sammeln zu müssen, wenn es um die Genehmigung geht.

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