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Beim „Fest in Gold“: Goldige Ehrungen für die Prominenz

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Dreimal Gold: Markus Rehm (l.), Hedwig Neven DuMont und Henry Maske Foto: Worring
Beim Fest in Gold hat die Handwerkskammer 16 Prominente mit aufwendigen Orden geehrt, die Junggoldschmiede gefertigt hatten – wie immer alles Einzelstücke. Ex-Boxweltmeister Henry Maske bekam dabei den wohl praktischsten aller Orden.
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Köln

Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach schnappte sich kurzerhand das Mikrofon von Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, und rief: „Haaaaalloooo, jetzt sind alle mal ganz ganz leise.“ Damit schaffte der eine Präsident, was der andere nicht vermochte: die Aufmerksamkeit der Besucher und Ehrengäste beim Fest in Gold zu gewinnen. Die Handwerkskammer ehrte 16 Prominente mit aufwendigen Orden, die Junggoldschmiede gefertigt hatten – wie immer alles Einzelstücke in Gold.

Epische Anmoderationen

Vielleicht lag es auch an Wollseifers mitunter epischen Anmoderationen der Geehrten, dass es in den Gästereihen oft lauter zuging als bei einem Büttenredner auf einer Mädchen-Sitzung. Seine ausschweifenden Lobreden gingen in allgemeinem Gemurmel unter.

Immerhin wurden auch die Junggoldschmiede vorgestellt; sie hatten die kleinen Kunstwerke schließlich geschaffen. Hedwig Neven DuMont, Vorsitzende des Vereins „wir helfen“, erhielt eine Kreation der Goldschmiede-Praktikantin Eva Kürten aus Solingen. Sie entwarf einen Blutstropfen in Herzform mit einem goldenen Zuckerhut darauf – wie alle Orden angelehnt an das aktuelle Sessionsmotto „Fastelovend em Blot – he un am Zuckerhot“. Hedwig Neven DuMont freute sie sich über ihren Orden. „Der ist ganz wunderbar“, sagte sie und drückte die junge Handwerkerin fest an sich.

Goldene Samba-Rassel samt Trillerpfeife

Ex-Boxweltmeister Henry Maske bekam den wohl praktischsten aller Orden: Eine goldene Samba-Rassel samt Trillerpfeife am Band, die er auch gleich auf der Bühne erfolgreich ausprobierte. „Praktisch“, sagte Maske und lobte Köln in den höchsten Tönen. „Ich lebe jetzt seit 15 Jahren hier und fühle mich sauwohl.“ Mit Markus Rehm wurde auch ein aktiver Sportler aus Leverkusen ausgezeichnet. Der Unterschenkelamputierte hat bei den vergangenen Paralympischen Spielen Gold im Weitsprung geholt.

Die Höhner bekamen einen etwas anzüglichen Orden – den ein goldener Hintern ziert. Ober-Hohn Henning Krautmacher nahm es mit Humor: „Dann kann ich jetzt sagen: »Leck’ ens am Orden«.“

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