Karneval in Köln
Der große Kölner Karnevalsfahrplan: Berichte, Fotos, Videos, Termine und Infos.

Vorlesen
12 Kommentare

Gag auf Festabzeichen: Rote Funken strafen Kuckelkorn ab

Erstellt
Die Funkenmariechen Jacky Melcher (links) und Tanja Wolters posieren gemeinsam mit Tanzoffizier Pascal Solscheid. Foto: Stefan Worring
Auf dem neuen Festabzeichen der Roten Funken wird Rosenmontagszugleiter Christoph Kuckelkorn kurzerhand für seinen Leitspruch der diesjährigen Session abgestraft. Der ist nämlich, ganz anders als die Uniform der Funken, eine olle Kamelle.
Drucken per Mail

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Oder die Roten Funken. Je nachdem. Ein alter Hut ist das Motto, das sich Rosenmontagszugleiter Christoph Kuckelkorn mit dem Leitspruch „Fastelovend em Blot – he und am Zuckerhot“ ausgedacht hat, offenbar für das rot-weiße Traditionskorps wie jetzt bei deren Sessionsvorschau in Erinnerung gerufen wurde.

„Wir waren schon vor zehn Jahren in Salvador da Bahia und Rio de Janeiro“, erzählte Rote-Funken-Präsident Heinz Günther Hunold und verpasste dem Vizepräsidenten des Festkomitees einen Ehrenplatz auf seinem diesjährigen Orden.

Zur Nachhilfe vom Zuckerhut abgeseilt

Da baumelt der blaue Funk Kuckelkorn an einem Strick (wohlgemerkt: das Seil führt unter seinen Armen entlang!) und wird von den Funken wie zur Nachhilfe vom Zuckerhut abgeseilt. Wenn das mal nicht zum Bumerang für das Korps wird, das erstmals in 190 Jahren mit zwei Mariechen unterwegs ist, weil eins zu lange verletzt war. Schließlich waren die Kollegen der Stunksitzung mit der Idee der Karnevalsfusion zwischen Köln und Rio noch zwei Jahre schneller und hatten das Thema bereits 2001 als Persiflage im Programm. Doch zum Glück ist der rote Funk an sich ja sonst selten herablassend ... und der Mini-Kuckelkorn nicht der einzige Gag auf dem neuen Festabzeichen. Es verfügt zudem über bunte Federn, eine Samba-Pfeife und QR-Code, der es ermöglicht, den Rote-Funken-Marsch als Samba-Version zu hören.

Sämtliche Uniformen wurden kodiert

Und weil das mit dem Barcode auf dem Orden bereits so gut funktioniert, hat die Kleiderkammer des Vereins nun auch sämtliche Uniformen kodiert. Über einen eingenähten Chip lassen sich Mützen. Perücken, Hosen, Westen und Gamaschen nun notfalls orten, um nicht – wie wohl zu häufig geschehen – im Karnevalstrubel abhandenzukommen.

Mehr dazu

„Auch andere Vereine interessieren sich bereits für unser neues System.“ Nachahmer sind auch beim Qualitätsmanagement erwünscht. 25 Prozent des Wurfmaterials sind nun fair gehandelte Kamelle und Strüßjer aus dem ostafrikanischen Hochland. Hunold: „Mir fiere nit auf Koste vun andere.“ Von sehr vereinzelten Zugleiter-Witzen abgesehen. (kaz)

Auch interessant
Anzeige
FACEBOOK
Toplinks