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Künftiges Dreigestirn: Der Schlüssel lag im Zuckerhut

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WEr sonst: Der künftige Prinz Ralf III. (Görres), reckte nach einigen Minuten Geplantsche am Wasserbecken unter großem Jubel den Schlüssel in die Luft. Foto: stefan worring
Das künftige Dreigestirn, Prinz Ralf III., Bauer Dirk und Jungfrau Katharina, sind ins Hotel Pullman eingezogen. Den Schlüssel für ihre Hofburg mussten sie sich aber erst erarbeiten - er war in einem von 33 Zuckerhüten versteckt.
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Dreigestirn Nein, Ostfriesennerz, Südwester und Gummistiefel sind nicht das neue Einheitsornat des designierten Kölner Dreigestirns. Seine prunkvollen Insignien bekommt das Trifolium in spe – Prinz Ralf III. (Görres), Bauer Dirk (Königs) und Jungfrau Katharina (Axel Busse) – ganz regulär am Freitagabend bei der Proklamation im Gürzenich.

Das quietschgelbe Ölzeug war als Schutzkleidung gedacht. Denn den Schlüssel für ihre Hofburg, das Hotel Pullman, in das die Regenten von morgen nun einzogen, mussten sie sich erst erarbeiten. Rolf Slickers, Direktor des Hotels, das nun schon zum 42. Mal ein kölsches Dreigestirn beherbergt, hatte den Schlüssel in einem von 33 Zuckerhüten versteckt – in Anlehnung an das kölsch-brasilianische Sessionsmotto „Fastelovend im Blot, he un am Zuckerhot“. Die kleinen, süßen Kölner Zuckerhüte galt es in heißem Wasser aufzulösen.

Natürlich war es der künftige Prinz Ralf III. (Görres), der nach einigen Minuten Geplantsche am Wasserbecken unter großem Jubel den Schlüssel in die Luft reckte.
Bevor das Noch-nicht-Dreigestirn samt Adjutantur die neun Zimmer in dem Hotel bezog, versammelte sich die Heimatgesellschaft der Drei, die KG Schnüsse Tring, mit ihrer Tanzgruppe Kammerkätzchen und Kammerdiener sowie Abordnungen weiterer Gesellschaften und dem Festkomitee im Lokal „Waschsalon“ an der Ehrenstraße. Dort kletterten die designierten Tollitäten mit ihren Familien auf die Sitze einer rot-weißen Gulaschkanone, die von zwei Rappen gezogen wurde und fuhren über die Ringe bis ins Pullman an der Helenenstraße.

Polizei hielt Verkehr in Schach

Polizisten hielten den Verkehr in Schach und drückten bei dem guten Dutzend roter Ampeln, die der Tross ignorierte, beide Augen zu. Der Musikzug der Domstädter steuerte die passenden kölschen Tön bei. Fast-Prinz Ralf Görres hielt es kaum auf dem Sitz, er verbrachte den 20-minütigen Umzug größtenteils im Stehen. So ließ es sich ohnehin besser Strüßjer schmeißen, was alle Drei nach Kräften taten.

Im Hotel schließlich begrüßte Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach unter tosendem Jubel und im Beisein des gerührten Schnüsse-Tring-Präsidenten Achim Kaschny die künftigen Regenten. „Die Koffer sind schon auf den Zimmern. Die Session kann kommen“, verriet Ralf Görres. Ergriffen sagte Bald-Jungfrau Katharina zum Einzug in die Hofburg: „Das ist ein bewegender Moment. Mir läuft das Herz über.“ Der künftige Bauer Dirk kommentierte standesgemäß knapp: „Ich glaube, wir werden alle eine geile Session haben.“ (og)

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