Karneval in Köln
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Liveticker: Eine rauschende Prinzenproklamation

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Das Dreigestirn begrüßt sein Volk. Foto: stefan worring
Prinzenproklamation im Kölner Gürzenich: Das Dreigestirn ist frenetisch gefeiert worden. Hans Süper verabschiedete sich mit einem bewegenden Auftritt von der Karnevalsbühne. Der Liveticker von ksta.de zum Nachlesen.  Von
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Köln

Es war eine rauschende Prinzenproklamation. Vielen Dank, für Ihre Aufmerksamkeit und gute Nacht. Wir sind Dreigestirn!!

0.10 Uhr: Der Abend im Gürzenich klingt langsam aus. Mit den Höhnern schunkeln und feiern die 1300 Gäste in die Nacht. Sie singen auch den Song „Carneval“, der zum Teil auf Brasilianisch dargeboten wird.

23.55 Uhr: Paveier haben fertig. Halt, einen haben sie noch: „Wenn du willst, blieve ich e leeve lang“. Heißt das, die Proklamation geht so lange, bis einer stirbt??

23.36 Uhr: Die Paveier kommen auf die Bühne. Manche im Saal rufen nach dem Ex-Sänger Micky Brühl, was witzig gemeint oder eine Pöbelei ist – je nach dem, wie man es sieht. Paveier kontern mit dem Lied „Loss se schwaade“. So kann man’s auch machen. Der Saal jedenfalls hat noch Puste zum Tanzen.

23.31 Uhr: Statse Kääls, die Tigers, die jede Damensitzung mächtig in Wallung bringen.

23.25 Uhr: Genug Zirkus, jetzt wird’s wieder traditionell mit den Cologne Tigers, einer Gruppe aus ehemaligen Tanzoffizieren. Ach nee, die sehen ja aus wie Standardtänzer, mit engen güldenen Leibchen. Immerhin weiß man jetzt, dass Tanzoffiziere nicht nur Mariechen, sondern auch sich gegenseitig hochheben können.

23.19 Uhr: Knacki Deuser erklärt beeindruckend mit drei Bällen jonglierend, wie das Festkomitee das Sessionsmotto findet. Mit viel Nachdenken, kölschem Jeföhl, oftmals Chaos, noch mehr nachdenken, ab und zu Kölsch trinken, und so weiter. Mal was anderes als die übliche Rede. Gute gemacht, Knacki, gute Nummer.

23.13 Uhr: Ein Karnevalsneuling hat seinen Auftritt: Comedian Knacki Deuser.

23.05 Uhr: Die Prinzenproklamation nähert sich ganz langsam „Wetten dass..?“ an: Der Zeitplan hängt um 40 Minuten. Aber wetten, dass die nächste Nummer kommt? Da ist sie, die Samba- und Capoeiragruppe Black Diamond’s Magic Brasil. Die Tänzerinnen tragen viele Federn und wenig Stoff. Manche Männer im Saal versuchen, möglichst ohne hinzugucken, alles auf der Bühne zu sehen. Manche Frauen auch: Auch die männlichen Tänzer haben gute Figuren und ebenfalls wenig an. Ausgleichende Gerechtigkeit.

22.40 Uhr: Sag niemals nie, denn wir müssen uns korrigieren. Hans Süper ist zurück im Karneval! Er spielt mit Brings den Song „Mer trecke op d’r Mond“. Zumindest dieses eine Lied. Das nennt man wohl Blitzcomeback…

22.34 Uhr: Brings rocken die feine Proklamationsgesellschaft – auch wenn der Sound der Band im Saal nicht besonders ist. Prinz Ralf III. stößt zu Peter Brings und singt mit ihm den Song „Eifel“, dem Geburtsort der Tollität.

22.25 Uhr: Das Programm hängt eine halbe Stunde hinter dem Zeitplan zurück. Apropos Zeit: Jetzt kommen Brings. Superjeile Zick und so, Sie wissen schon.

22.21 Uhr: Ritterbach verordnet dem Saal eine Rakete für Süper. Die erste des Abends. Und dann geht die Legende von der Karnevalsbühne. Für immer. Ein bewegender Auftritt, und wenn man so in Süpers Augen schaut, dann war es das wohl auch für ihn selbst.

22.16 Uhr: Und wieder steht der Saal, der Jubel brandet auf – und Süper spielt noch einen Zugabe.

Hans Süper beherrscht den Saal

22.12 Uhr: Noch ein Geschichtchen, bei dem Süper versonnen auf der Flitsch herumklimpert. Dann ist der Auftritt vorbei. Der Saal stimmt „ich bin ene kölsche Jung“ an, Jubel und wieder stehende Ovationen. Ritterbach möchte Süper verabschieden, aber das Volk will „Zugabe, Zugabe“. Süper sagt leise: „wat seid ihr denn so laut“ und spielt noch einen.

Als wäre er nie weggewesen: Hans Süper.
Als wäre er nie weggewesen: Hans Süper.
Foto: stefan worring

22.03 Uhr: Süper beherrscht den Saal. Der Mann kann machen, was er will, die Leute liegen auf dem Boden. Er erzählt charmante Anekdötchen aus seinem fast 80-jährigen Leben, und es ist einfach schön. Das muss Verzweiflung auslösen bei jedem, der nach ihm als Redner auftreten soll.

21.50 Uhr: Ein Einspielfilm mit dem Kölschen Quartett „De Vier Botze“ kündigt einen großen Moment an: Hans Süper ist zurück auf einer Karnevalsbühne! Nur für dieses eine Mal, das hatte er zuvor festgelegt. Standing Ovations. Dann sitzt er da, mit seiner Flitsch, als wäre er nie weggewesen. „Standing Ovations hatten wir mit dem Colonia Duett schon mal. War schön, bis wir merkten, das keine Stühle im Saal waren.“

21.41 Uhr: Der Redner „dä Schofför“ tritt auf, und einige im Saal nutzen das, um auf die Toilette zu gehen oder anderweitig auszutreten. Dabei sind die kölsch-berliner Pointen gar nicht übel. Aber wer im Karneval als Redner was werden will, der muss da durch.

21.28 Uhr: Die Kammerkätzchen und –diener gehen von der Bühne in den hinteren Teil des Saals zu ihrer Fankurve. Dort wartet der topfitte Karnevalsmethusalem Ludwig Sebus. Gemeinsam singen sie das „Schnüsse Tring-Leed“.

21.25 Uhr: Das Publikum merkt, dass  Karneval und Kirche eng miteinander verbunden sind. Es ist wie in einer katholischen Messe. Aufstehen, setzen, aufstehen, setzen. Bei jedem Ein- und Ausmarsch. Und dazwischen auch.

Bernd Stelter witzelt über den FC

21.18 Uhr: Die Kammerkätzchen und Kammerdiener, die Tanzgruppe von Schnüsse Tring, läuft ein. Schmucke Mädchen in rot-weißen Röckchen und Jungs in schwarz-weiß gestreiften Diener-Jäckchen. Beim Tanz werden einzelne Kammerkätzchen meterhoch geschleudert – aber sicher wieder gefangen.

Hans Süper sitzt da, mit seiner Flitsch: „Standing Ovations hatten wir mit dem Colonia Duett schon mal. War schön, bis wir merkten, das keine Stühle im Saal waren.“
Hans Süper sitzt da, mit seiner Flitsch: „Standing Ovations hatten wir mit dem Colonia Duett schon mal. War schön, bis wir merkten, das keine Stühle im Saal waren.“
Foto: stefan worring

21.13 Uhr: Stelter witzelt über die Piratenpartei, die FDP und Peer Steinbrück. Und über den 1. FC Köln: In dieser Stadt hieße die Champions League „Das Leben der anderen“. Tut weh, is aber so. Jetzt fordert er Kölsch und Karneval auf Krankenschein, da sie Krankheiten heilten. Nicht auszumalen, was los wäre, wenn das die von Stelter gescholtene Piratenpartei gefordert hätte…

21.04 Uhr: Bernd Stelter tritt auf und nennt den Prinzen den Schönsten seit Erfindung des Farbfernsehens. Natürlich schmeichelt er auch Bauer und Jungfrau. Natürlich.

20.58 Uhr: Das Motto des Kölner Dreigestirns wird enthüllt: „Von Köln bis Rio, mir drei sin euer Trio“. Na gut. Unser Trio nimmt nun Platz auf Thronen auf einem Balkon an der rechten Bühnenseite, der extra für sie in die Kulisse geschreinert wurde. Nach der Proklamation wird der Balkon wieder abgebaut.

20.53 Uhr: Das Lied des Dreigestirns: „Karneval em Blot“. Eine Samba-Disco-Nummer. Mit kölschen und brasilianischen Tänzerinnen. Das Dreigestirn singt doch Playback! Na ja, die brauchen ja auch ihre Puste um auf der Bühne zu tanzen.

Das Trifolium ist komplett

20.49 Uhr: „Laache un Danze“, „gemeinsam feiern“, „mit Frohsinn und Humor Brücken bauen“, das sind des Prinzen Ziele, sagt er. Noch ein bisschen steif, aber das wird schon.

In dieser Stadt hieße die Champions League „Das Leben der anderen“: Bernd Stelter nimmt kein Blatt vor den Mund.
In dieser Stadt hieße die Champions League „Das Leben der anderen“: Bernd Stelter nimmt kein Blatt vor den Mund.
Foto: stefan worring

20.46 Uhr: Im hinteren Teil des Saals flippen die Mitglieder von Schnüsse Tring völlig aus. Aber jetzt spricht der Prinz zum ersten Mal zu seinem Volk, und es herrscht Ruhe.

20.43 Uhr: Jetzt sind auch Bauer und Jungfrau proklamiert. Das Trifolium ist komplett! Das Alaaf im Saal ist das bislang lauteste.

20.41 Uhr: Roters: „Ich proklamiere dich hiermit zum Prinz 2013“. Es ist vollbracht, wir haben einen neuen Regenten!

20.36 Uhr: „Die Leverkusener Brücke ist unsere Seufzer Brücke“, sagt der OB in seiner Rede. So so. Aber gut, es gab schon schlechtere Witze von Oberbürgermeistern auf Prinzenproklamationen. Echt.

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20.32 Uhr: Oberbürgermeister Jürgen Roters betritt die Bühne. Er wird doch nicht…doch, er spricht Kölsch, was er ja nicht kann. Aber zum Glück sagt nur „Leev Fastelovendsfründe“ und macht dann hochdeutsch weiter.

Das Dreigestirn lässt sich feiern

20.30 Uhr: Das Dreigestirn hat sich bei seinem Einmarsch kräftig feiern lassen. Jetzt haben es alle auf die Bühne geschafft. Kollegen am Pressetisch glauben gesehen zu haben, dass Kuscheltiere auf die Bühne geworfen wurden.

Der Prinz kütt - und lässt sich feiern.
Der Prinz kütt - und lässt sich feiern.
Foto: stefan worring

20.22 Uhr: Da ist er! Seine Tollität Prinz Ralf III. (Görres) betritt mit einem lauten „Jaaaaaaa“ den Saal. Strüßjer-Regen, Markus Ritterbach stimmt ein „Dreimol Kölle Alaaf“ nach dem anderen an.

20.17 Uhr: Der nächste bitte. Bauer Dirk (Königs) pustet am Saaleingang nochmal kräftig durch, dann geht er rein. Er kommt nicht weit, Menschen fallen ihm aus den Stuhlreihen um den Hals.

20.13 Uhr: Et jeit los: Jungfrau Katharina (Axel Busse) macht den Anfang und steht im Saal. Alle paar Meter stellt sie sich auf einen Stuhl, verteilt Kusshändchen. Strüßjer fliegen. Alles im Saal steht.

20.09 Uhr: Die Heimatgesellschaft des Dreigestirns, die KG Schnüsse Tring, zieht ein. Die Prinzen-Garde ist auch schon im Saal. Gleich kommen Prinz, Bauer und Jungfrau!!!!

20.02 Uhr: Ein Einspielfilm über eine große Leinwand auf der Bühne stellt das Dreigestirn vor. Die drei stehen im Nebel, sehr dramatisch, bedeutungsschwere Hintergrundstimme. Ein wenig wie der Einmarsch der Klitschkos bei einem Boxkampf.

Viel Samba zum warmwerden

19.55 Uhr: Eine brasilianische Sängerin spielt mit Querbeat ein Lied, in dem sie nur ab und zu einzelne kölsche Worte sagt: Fastelovend. Büzje. Schunkele. Das ist sehr niedlich.

19.52 Uhr: Querbeat mixen „La Vida Loca“ von Latino-Schönling Ricky Martin mit Karl Berbuers „Trizonesien“-Lied - gewagt, klappt aber. Und macht die Gäste im Saal schon ziemlich locker. Auf den Stühlen sitzt jedenfalls kaum noch jemand.

Sorgen für Stimmung: Querbeat mit brasilianischer Unterstützung.
Sorgen für Stimmung: Querbeat mit brasilianischer Unterstützung.
Foto: stefan worring

19.49 Uhr: Na bitte. Querbeat trommeln und tröten was das Zeug hält – und haben Samba-Tänzer dabei.

19.48 Uhr: Brasilien hat das Jahr 2013 zum Deutschlandjahr erkoren. Nicht zuletzt deshalb lautet das aktuelle Motto der kölner Karnevalssession „Fastelovend em Blot – he un am Zuckerhot“. Um 19.30 Uhr sollte die Proklamation losgehen; es wird nur eine Frage von wenigen Minuten sein, bis die ersten Samba-Tänzer auf der Bühne des Gürzenichs stehen.

19:44 Uhr: Ritterbach schreitet moderierend durch den Saal, der WDR folgt filmend. Er geht zu Achim Kaschny, Präsident der KG Schnüsse Tring, die das designierte Dreigestirn stellen, und begrüßt ihn persönlich. Der Mann ist verdammt gerührt.

Champagner für 249 Euro

19:42 Uhr: Die Fanfaren der Kölner Ratsbläser erklingen. Damit ist klar: Jetzt geht’s los! Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach trägt Federn am Hut, die fast so groß sind, wie er selbst - begrüßt die Gäste.

Harald Toni Schumacher und Ehefrau Jasmin in Feierstimmung.
Harald "Toni" Schumacher und Ehefrau Jasmin in Feierstimmung.
Foto: stefan worring

19.40 Uhr: Es ist ja eigentlich ein bisschen gemein, einen Promi zu nennen, wo doch so viele bekannte (kölner) Gesichter hier auftauchen. Aber wenn schon mal eine Legende da ist: Harald „Toni“ Schumacher schreitet gerade über den roten Teppich.

19.35 Uhr: Die Gäste nehmen ihre Plätze ein, das Orchester Helmut Blödgen spielt „Kornblumenblau“. Apropos: Ein Flasche des günstigsten Weins auf der Getränkekarte – 2011 Nierensteiner Spiegelberg – kostet 22,50 Euro. Wer sich richtig was gönnen oder Eindruck machen möchte, lässt sich eine Flasche Moet Chandon „Dom Perignon“ Champagner für 249 Euro an den Tisch bringen. Dazu vielleicht einen Käseteller mit Salzgebäck für vier Personen: 29 Euro.

19.25 Uhr: Der Gürzenich ist von außen festlich angestrahlt, vor der Tür stauen sich die Taxis, die die Gäste bringen, der rote Teppich liegt aus. Am Eingang brechen drei Samba-Damen den strengen Dresscode, der Abendgarderobe oder Uniform vorschreibt: Sie empfangen die Gäste in sehr bunter und sehr, also wirklich sehr knapper Kleidung.

19.20 Uhr: Herzlich willkommen zum Live-Ticker des Kölner Stadt-Anzeiger von der Prinzenproklamation 2013 aus dem Kölner Gürzenich! 1300 persönlich geladene Gäste haben sich in feinste Abendgarderobe geschmissen und werden die Inthronisierung von Prinz Ralf III. (Görres), Bauer Dirk (Königs) und Jungfrau Katharina (Axel Busse) verfolgen.

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