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Pontifikalamt: Meisner lobt das Kamel

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Tänzerinnen und Tänzer vor dem Dreikönigenschrein im Dom. Foto: Worring
Beim Pontifikalamt für Karnevalisten im Dom hat Kardinal Meisner die von Stephan Zimmermann gestiftete Kerze entgegengenommen. In seiner Predigt sprach sich der Erzbischof für das Kamel als Symbolfigur für Karnevalisten und Kinder Gottes aus.
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Köln

Als beim Einzug zum Pontifikalamt für Karnevalisten im Dom die Orgeln und der Musikzug der Domstädter gleichzeitig aufspielten, war der fiese Nieselregen bei der Aufstellung vor den Portalen vergessen. Fahnenträger der Festkomitee-Gesellschaften, Tänzer der KG Schnüsse Tring und die Tanzpaare durchschritten würdevoll den Mittelgang. Erzbischof Joachim Kardinal Meisner trat zu einer von Stephan Zimmermann gestifteten Kerze, die bis Aschermittwoch vor dem Dreikönigenschrein brennen soll und sagte: „Das Herz dieser Stadt ist der Dom, und weil Karneval eine Herzensangelegenheit ist, segne ich diese Kerze – damit der Karneval sein Niveau und Format behält“.

Kardinal Meisner nimmt die von Stephan Zimmermann gestiftete Kerze entgegen.
Kardinal Meisner nimmt die von Stephan Zimmermann gestiftete Kerze entgegen.
Foto: Worring

In seiner Predigt sprach der Erzbischof vom Kamel als Krippenfigur und seiner Symbolkraft „für uns als Karnevalisten“ und Kinder Gottes: Kirche und Gesellschaft brauchten solch zuverlässige und standfeste Zeitgenossen, „die tragen und wagen, die nicht wackeln und nicht wanken.“ Gemeinsam sang die Gemeinde „Großer Gott, wir loben Dich“; zwei Strophen des Liedes hat der „Ehrenfelder Arbeitskreis Mess op Kölsch“ eigens für die Karnevalisten-Messe ins Kölsche übersetzt.

Das kommende Kinderdreigestirn mit Moritz Flock, Lucas Rehfus und Caroline Broicher verlas mit seinen großen Kollegen die Fürbitten. Die Kollekte geht an den Kalker Kindermittagstisch von Elisabeth Lorscheid. Bernd Höft vom Vorstand des Festkomitees, der das Pontifikalamt seit Anbeginn wesentlich mitgestaltet hat, war einfach nur froh: „Karneval oder Kirche? Der Kölner muss sich nicht entscheiden“, formulierte er treffend im Liederheft. Beides gehöre zusammen. Auch dafür sei Gott zu danken. „Wem auch sonst?!“ (stef)

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