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Liebe am Arbeitsplatz: Der Traumpartner sitzt oft nebenan

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Verhängnisvolle Affäre oder Liebe fürs Leben? Am Arbeitsplatz wird gern geflirtet. Foto: dpa
Haben Sie Ihren Büronachbarn schon mal schöne Augen gemacht? Sie sind nicht allein: 85 Prozent der Arbeitnehmer könnten sich eine Beziehung mit Kollegen vorstellen. Wir verraten, in welchen Abteilungen besonders viel geflirtet wird - und wo die Grenzen liegen.  Von
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Ob es an den langen Arbeitstagen liegt? Berufstätige verbringen viel Zeit mit ihren Kollegen - und dabei „knistert“ es regelmäßig. Fast jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer hat sich schon einmal im Job verliebt. Eine feste Beziehung am Arbeitsplatz sind schon 14 Prozent der Berufstätigen eingegangen - und über ein Drittel kann sich das vorstellen. Das zeigt eine repräsentative Studie von Forsa im Auftrag des Online-Netzwerks xing.

Besonders Führungskräfte und Männer sind einer festen Partnerschaft am Arbeitsplatz nicht abgeneigt. Ein großer Vorteil: Man kauft nicht „die Katze im Sack“. „Die Ergebnisse belegen, Büros sind mehr als Orte der Pflichterfüllung und stundenlanger Meetings. Deutschlandweit verlieben sich Kollegen ineinander und werden oftmals zu Partnern fürs Leben“, sagt Marc-Sven Kopka von xing.

Vorsicht vor Konsequenzen

Wenn Kollegen eine Beziehung haben, kann der Chef das nicht verbieten. „Das ist grundsätzlich Privatsache“, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln. Auch eine Ethikrichtlinie, die Partnerschaften unter Kollegen verbietet, ist rechtlich nicht verbindlich. Allerdings darf der Chef anordnen, dass die Kollegen ihre Beziehung offenbaren - oder um Zurückhaltung bitten.

Natürlich lassen sich Gefühle nicht immer steuern - allerdings empfehlen Jobexperten, potenzielle Partner möglichst nicht in der gleichen Abteilung zu suchen. So vermeidet man wenigstens Neid und Klatsch. Generell gilt: „Heimliche Treffen während der Arbeitszeit und das 'Knutschen' am Kopierer sollte man besser vermeiden“, rät die IG Metall. Schließlich lenke das von beruflichen Tätigkeiten ab - und als letzte Konsequenz kann sogar eine Abmahnung drohen.

Bei aller Flirtfreude sollte klar sein: Der Arbeitsplatz ist nicht zum Abschleppen da! „Allen selbst ernannten Schreibtisch-Casanovas und Herzensbrechern auf der Pirsch sollte klar sein, dass ihre Avancen arbeitsrechtlich nicht ungefährlich sind“, heißt es in der Karrierebibel. In vielen globalen Unternehmen gilt längst die Regel: „Never fuck the company!“ Wer nicht sicher ist, ob der andere die Gefühle erwidert, sollte Abstand wahren. „Schlimmstenfalls riskieren Sie eine Anzeige wegen sexueller Belästigung oder - bei Wiederholungstätern - gar eine Kündigung“, warnt der Karriereratgeber.

Vor allem amouröse Geschichten mit Vorgesetzten sorgen fast immer für böses Blut: „Reflexartig nehmen die Kollegen an, dass man nur auf Grund der Liaison beruflich vorankommt“, so die Experten der Gewerkschaft IG Metall. Deswegen sollte man immer mit offenen Karten spielen. Laut Statistik hat ohnehin nur knapp jeder Zehnte sein Herz an einen Vorgesetzten verloren - Frauen verlieben sich allerdings häufiger in ihren Chef als Männer. Die große Mehrheit der Befragten - nämlich 85 Prozent - kann sich eher was mit einem „normalen“ Kollegen vorstellen.

Zupackende sind gefragt

Jeder dritte Befragte befürwortet den Arbeitsplatz übrigens als Partnerbörse, weil man außerhalb selten Leute kennen lernt. „Zupackende“ Kollegen sind dabei besonders attraktiv: So würden viele Erwerbstätige mit einem Mitarbeiter der Abteilung Produktion eine feste Partnerschaft eingehen. Hoch im Kurs stehen auch die Kollegen aus Vertrieb und Personalwesen. Auf Platz vier und fünf liegen die Buchhalter und die Spezialisten für Marketing & PR.

Überdurchschnittlich beziehungsfreudig sind Mitarbeiter aus dem Gesundheits- und Sozialwesen: Hier haben 22 Prozent einen Partner am Arbeitsplatz gefunden.

Für die Studie wurden bundesweit 1001 erwerbstätige Arbeiter und Angestellte befragt. (mit Material von dpa)

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Nicole Maibaum; Jan Kern: Job-Knigge für Verliebte

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