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A4-Verlegung: Neue Trasse ist zum größten Teil fertig

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Bei Geilrath fehlen noch die Fahrbahndecken. Foto: Wilfried Meisen
Die A4-Verlegung im Abschnitt von Düren bis hinter Kerpen-Buir ist so gut wie abgeschlossen. Nur bei Geilrath klafft noch eine gigantische Baustelle. Dort sind zwar die Erdarbeiten abgeschlossen, die Fahrbahndecke fehlt aber.  Von
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Die Verlegung der Autobahn 4 zwischen Düren und Kerpen liegt gut im Zeitplan. Wie Werner Engels von Landesbetrieb Straßen berichtet, seien die erst acht Kilometer des insgesamt zwölf Kilometer langen Verlegeabschnittes, die sich von Düren-Merzenich bis östlich von Buir erstrecken, schon im Erd- und Deckenbau fertig. „Dort fehlt nur noch die Ausstattung – etwa Schilder und Notrufsäulen.“

Nicht ganz so weit ist der Abschnitt zwischen Buir und Geilrath. Dort sind zwar die Erdarbeiten, also Ausschachtungen und Aufschüttungen, abgeschlossen. Nun sollen bis Ende des Jahres noch die verschiedenen Deckenschichten aufgebracht werden. Die geplanten Brückenbauwerke in diesem Bereich stehen schon: So gibt es eine Wildbrücke und eine Pferdebrücke, auf der Reiter die Autobahn mit ihren Tieren kreuzen können. Zudem sind unter der Autobahn – insbesondere im Bereich des Naturschutzgebietes Steinheide – neun Amphibiendurchlässe geschaffen worden. Für Fledermäuse wurden extra Seitenwände aufgestellt und auf dem Mittelstreifen Bäume gepflanzt, damit diese hoch genug über die Autobahn fliegen und vom Verkehr nicht getötet werden.

Gigantisch sind die Bauarbeiten besonders im Bereich von Geilrath. Denn hier entsteht die neue A-4-Anschlussstelle „Elsdorf“ mit jeweils einem Kreisverkehr auf jeder Seite der A 4 und den dazugehörigen Auf- und Abfahrten: Alleine das Versickerungsbecken, das gerade ausgehoben wird, hat Abmessungen von 200 mal 200 Metern. Hier soll das auf der A 4 anfallende Regenwasser gereinigt werden und versickern.

Bei Geilrath enstehen Schutzwände entlang der neuen A4, die den kleinen Weiler vor Lärm von der Autobahn schützen sollen. Foto: Wilfried Meisen

An der Überführung der Autobahn über die Bahntrasse kurz vor Sindorf wird immer noch gearbeitet. Die nördliche Hälfte der neuen Brücke soll bis Juli fertig sein. Dann kann der Verkehr von der südlichen auf die nördliche Hälfte der A-4 verlegt werden, um auch noch den südlichen Teil der Brücke erneuern zu können.

Ab September 2014 soll der Verkehr auf der neuen A 4 auf sechs Spuren fließen. Die neue Trasse wird voraussichtlich inklusive Grunderwerb 190 Millionen Euro kosten. 2005 war man noch von 150 Millionen Euro ausgegangen. Seitdem seien aber die Preise gestiegen, sagte Engels.

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