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Hambacher Forst: Rodung ist vorerst gestoppt

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Vor vier Wochen wurde das Protestcamp im Forst geräumt. Foto: dpa
RWE Power lässt die Rodungen im Bereich des Hambacher Forstes vorerst ruhen. Die Bezirksregierung Arnsberg hat den „Sofortvollzug für den Weiterbetriebs des Braunkohlentagebaus“ angeordnet, um die Stromversorgung sicherzustellen.  Von
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RWE Power lässt die Rodungen im Bereich des Hambacher Forstes am Tagebau Hambach vorerst ruhen. Das habe das Unternehmen gegenüber der Bezirksregierung Arnsberg verbindlich erklärt, hießt es in einer Mitteilung. Gleichzeitig ordnete Arnsberg den „Sofortvollzug für den Weiterbetriebs des Braunkohlentagebaus an“. Ohne die Anordnung hätte die Bergbehörde gegenüber RWE die Stilllegung des Tagebaus verfügen müssen, heißt es in der Mitteilung.

Hintergrund ist eine Klage des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen die gesamte Betriebszulassung für den Tagebau. Anlass dafür waren Rodungen im Hambacher Forst, um den Tagebau weiter führen zu können. Die vorliegende Klage, die der BUND in dieser Woche eingereicht hatte, hätte die Zulassung für den Tagebaubetrieb insgesamt außer Kraft gesetzt, so die Bezirksregierung.

Stromversorgung sichergestellt

In dem Fall wäre für RWE Power auf einen Schlag rund 40 Prozent der gesamten Kohleförderung ausgefallen. Der Sofortvollzug stellt nun die allgemeine Stromversorgung sicher. Man habe im Interesse der Aufrechterhaltung der Stromversorgung und dem Erhalt der Arbeitsplätze entschieden, hieß es.

Der BUND geht davon aus, dass die Klage aufschieben de Wirkung hat und will darüber wachen, dass keine Bäume gefällt werden. Ein Sprecher von RWE Power erklärte, die Rodungen seien über die Weihnachtstage und über Neujahr hinaus ohnehin unterbrochen worden.

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