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Klima-Aktivisten: Kreis Düren duldet Lager nicht

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Das Bauordnungsamt des Kreises Düren hat jetzt den Besitzer des Grundstücks aufgefordert, alle Bauten zu entfernen.  Foto: Archivbild: Beissel
Das Grundstück, auf dem die Klima-Aktivisten ihr Camp aufgeschlagen haben, soll geräumt werden. Noch immer kämpfen dort Tagebaugegner für den Erhalt des Hambacher Forstes und haben sich in provisorischen Bauten eingerichtet.  Von
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Das Grundstück, auf dem die Klima-Aktivisten ihr Camp aufgeschlagen haben, soll geräumt werden. Noch immer kämpfen einige Tagebaugegner für den Erhalt des Hambacher Forstes und richteten sich deshalb in provisorischen Bauten auf dem Grundstück für ihren Protest ein. Das Bauordnungsamt des Kreises Düren hat jetzt den Besitzer des Grundstücks aufgefordert, alle Bauten zu entfernen. Es handele sich dabei um einen ehemaligen Tiertransporter, einen Campingwagen mit Vorzelt, zwei Campingwagenanhänger und elf Zelte. Die erforderliche Baugenehmigung für die „Anlagen zu Aufenthaltszwecken“ sei bislang nicht erteilt worden. Auch könnten weder nachträglich noch zukünftig die Genehmigungen erteilt werden, heißt es in der Ordnungsverfügung. Bliebe das Klimacamp weiterhin dort aufgebaut, käme es zu einer „Zersiedelung des Außenbereichs“, heißt es in dem Schreiben.

Der Eigentümer des Grundstücks sei für die Räumung der Fläche deshalb verantwortlich, weil die Umweltschützer häufig wechselten und kaum ermittelbar seien. „Eine Aktivistin aus Münster gab vor Ort an, dass sie, wann immer sie Zeit habe, mit ihrem Semesterticket anreisen würde, um sich an dem Protest zu beteiligen“, begründet das Bauordnungsamt die Verfügung gegen den Eigentümer, der die Zelte gar nichts selbst nutzt. Auch zukünftig sei es seine Aufgabe, die Umweltschützer daran zu hindern, sich auf der Wiese einzurichten. Nun darf er sich zur Sache äußern.

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