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Sicherheit: Kampf für breiteren Bahnsteig

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Ob der S-Bahn-Haltepunkt Sindorf ausgebaut wird, steht nach einem neuerlichen Gutachten der Bahn wieder in den Sternen. Foto: Ralph Jansen
Während des Berufsverkehrs wird es eng am Sindorfer Bahnhof. Zu Spitzenzeiten befinden sich mehr als 200 Menschen auf dem Bahnsteig. Die Deutsche Bahn sieht allerdings nur an einer Stelle ein Problem: Bei einem Streugutbehälter.  Von
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Kerpen-Sindorf

Die Sindorfer CDU fordert die Deutsche Bahn auf, „die Vergrößerung des S-Bahn-Haltepunktes Sindorf endlich in Angriff zu nehmen“. Auch die Sindorfer SPD setzt sich erneut für die Verbreiterung des Bahnsteiges ein. „Zählungen haben ergeben, dass der Bahnsteig mehr als ausgelastet ist“, schreibt Ortsvereinsvorsitzender Branko Appelmann. Mario Baldin, Vorsitzender der CDU in Sindorf, erläutert: „Ende 2012 ist seitens der Stadt Kerpen ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, bei dem die Zahl der Fahrgäste am S-Bahn-Haltepunkt Sindorf ermittelt wurde. Ergebnis dieses Gutachtens ist, dass sich zu Spitzenzeiten im Berufsverkehr über 200 Fahrgäste gleichzeitig auf dem Bahnsteig befinden und der kritische Grenzwert von 190 Personen somit deutlich überschritten wird.“

In einem anschließend von der DB Station Service AG in Auftrag gegebenen Gutachten, das die Dimensionierung des S-Bahn-Haltepunktes Sindorf ebenfalls untersucht, klinge die Situation weit weniger dramatisch, berichtet Baldin weiter. Das Gutachten der Bahn komme zu dem Schluss, „dass es keine Konflikte zwischen der Ist-Situation und den erforderlichen Mindestmaßen für Bahnsteigbreiten und -flächen gebe“. Im Klartext: Laut Bahn ist der Bahnsteig breit genug. Lediglich ein Streugutbehälter am Ende des Bahnsteiges werde als kritische Engstelle gesehen – ein Mangel, der mit weit weniger Aufwand zu beseitigen ist, als ein kompletter Ausbau der Ein- und Aussteigezone.

„Niemand, der sich einmal zu den Hauptverkehrszeiten am S-Bahn-Haltepunkt Sindorf aufgehalten hat, kann eine Gefährdung der Fahrgäste ernsthaft in Frage stellen“, kritisiert Baldin die Bahn. Auch im Hinblick auf steigende Fahrgastzahlen sei ein Ausbau des Haltepunktes durch die Bahn die „logische Folge“. Zudem müsse die Bahn die Kosten dafür tragen. Appelmann hält für die SPD dagegen, auch die Stadt müsse Mittel für ihren Anteil an den Kosten bereitstellen, um den Ausbau des Bahnsteigs sicherzustellen. Nur dann sei die Bahn gezwungen, „endlich zu handeln“.

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