Für jüngere Kinder ist das Internet in erster Linie ein wunderbarer Spiel- und Abenteuerplatz, den es zu erobern gilt. Aber ab wann? Ein gutes Startalter liegt bei ungefähr acht Jahren, wenn sie schon recht sicher lesen und schreiben können. Dabei sollten Eltern zunächst mit den Kindern über die Chancen und Gefahren reden. Erst kürzlich hat die Verbraucherzentrale wieder vor Spiel-Webseiten gewarnt, über die offenbar Daten gesammelt werden.
Verstörende Inhalte
Außerdem haben ja auch viele Erwachsene selbst schon die Erfahrung gemacht haben, wie sie digital vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen. So können auch Kinder rasch auf verstörende Inhalte stoßen. Darum sollten Eltern ihren Kindern einschärfen, sie sofort zu rufen, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt. Ein ausführliches Gespräch und Vertrauen sind oft ein besserer Schutz als Filterprogramme.
Eigene Trickfilme drehen
Ein kreatives Medienprojekt für Kinder, Eltern und Schulen bietet diese interessante Internetseite. Denn hier erlernen Kinder spielerisch die mühevolle Kleinarbeit der Trickfilmerstellung. Mit einem eigenen Zeichen-, Animations- und Tonstudio legen die Kinder erst mal los, dann lässt sich der eigene Streifen hochladen. Erste Ergebnisse bietet das kunterbunte Kino, in dem zum Beispiel eine Eule in einem Spiel voranhüpft. Das Trixikon erläuterte noch einmal die wichtigsten Fachbegriffe. Außerdem ist diese Website mit vielen nützlichen Tricks und Tipps ausgestattet.
"Frag Finn"
Für Anfänger sehr empfehlenswert ist zum Beispiel die Suchmaschine „Frag Finn“. Mit „Meine Startseite“ stellen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern nach dem Baukastenprinzip einen eigenen, sicheren Einstieg ins Web zusammen.
Doch die neuen Medien verändern sich in einem so rasanten Tempo, dass es die Erziehungsarbeit nicht gerade einfacher macht. Beim Thema Internet etwa wurde noch zum Schutz der Kinder geraten, den Internetcomputer an einen für Mütter und Väter gut sichtbaren Standort aufzustellen. Doch heute gehen Kinder nicht nur mit dem klassischen Rechner ins Web, sondern eben auch mit Smartphones, Tablets oder iPads – und das unabhängig von ihrem Aufenthaltsort. Das erschwert die Aufsicht ungemein.
Thomas Feibel ist einer der führenden Journalisten in Sachen Kinder und Computer in Deutschland. Der Medienexperte leitet das Büro für Kindermedien in Berlin und publiziert für Stiftung Warentest, c't, spielen und lernen und viele andere. Zuletzt erschien „Kindheit 2.0“ bei Stiftung Warentest. Seit 2002 verleiht er als Co-Initiator den deutschen Kindersoftwarepreis Tommi und schreibt Kinder- und Jugendbücher.
Facebook will Alter senken
Obwohl das Internet doch noch ein recht junges Medium ist, hat sich auch schon das Nutzungsverhalten stark verändert. So galt bis vor kurzem noch die Suche und das Auffinden bestimmter Inhalte als das wichtigste Motiv, ins Netz zu gehen. Heute kommt jedoch das Teilen hinzu. Soziale Netzwerke wie Facebook sind zwar offiziell erst ab 13 Jahren zugelassen, doch wird es auch schon von vielen Jüngeren genutzt. Und Facebook hat bereits angekündigt, das Zugangsalter zu senken.
Linktipps:
www.fragfinn.de
www.meine-startseite.de







