Im Repertoire von The Pummp finden sich nur wenige radiotaugliche, kurze Songs. Im Stil von 70er Jahre Progressiv-Rock-Größen wie Yes, Genesis und Pink Floyd komponieren die fünf Jungs Stücke, die bis zu 20 Minuten dauern. „Unsere Art zu erzählen, mit Musik und Text, braucht Zeit, wir entwickeln Stimmungen und wandeln in unterschiedlichen Sphären in den Liedern“, sagt Paul Hauth. Der Sänger hat die Band vor gut vier Jahren mit Keyboarder Uwe Greb und Gitarrist Martin Zienke gegründet. Aus dieser Zeit stammt auch der Name The Pummp, der sich aus den Anfangsbuchstaben der damaligen Bandmitglieder zusammensetzt.
Nach einigen Wechseln spielt die Formation nun seit rund einem Jahr mit Schlagzeuger Massimiliano Signori und Bassist Dirk Hagemeister. Akribisch, mit viel Liebe zum Detail arbeiten die fünf Hobbymusiker seitdem immer wieder an ihren älteren Werken und natürlich an neuen Songs.
Epische 24 Minuten
Paul Hauth ist für die Texte zuständig und Uwe Greb und Martin Zienke steuern die Arrangements bei, die im Proberaum ausgearbeitet werden. Bis ein Stück fertig ist, kann es schon einmal zwei Monate dauern. Einige Songs bekommen sogar nie eine endgültige Form, wie etwa das epische „Tell me“ mit seinen 24 Minuten.
Paul Hauth: Ich bin mit Schlager groß geworden, das war die Musik meiner Eltern. So mit 14 Jahren hatte ich dann einen Freund, der besaß einen Plattenspieler mit Kopfhörer. Bei dem bin ich öfter vorbei gegangen und einmal lag dann das Album Wish You Where Here von Pink Floyd auf dem Plattenteller. Das war ein Erlebnis, das werde ich nicht vergessen. Den Kopfhörer auf den Ohren und die Scheibe in Stereo zu hören – Wahnsinn. Kurz danach habe ich Genesis für mich entdeckt und andere Größen des Progressiv Rock.
„Das Stück ist wie der Kölner Dom, wenn wir das sechs bis acht Wochen nicht gespielt haben, dann bröckelt etwas und geht verloren. Es ist ständig im Wandel“, sagt Zienke. „Tell me“ ist eine Auseinandersetzung mit dem Tod, passend zu den oft düsteren und fantastischen Arrangements der Gruppe. Zu sphärischen Synthesizer-Klängen entwickelt sich ein Zwiegespräch mit dem Tod, den der Sänger im Spiegel erblickt: „Can you tell me who you are? / Your eyes so bright and yet so far / Oh mirror let me deeply look into those eyes / Please, tell me the story that lies behind (Kannst du mir sagen wer du bist? / Deine Augen so hell und doch so fern / Spiegel, lass mich tief in diese Augen schauen / Bitte, erzähl mir die Geschichte die dahinterliegt).“
Mehr Live-Auftritte geplant
Die perfektionistische Proberaumarbeit lässt nur wenig Zeit für Live-Auftritte. Nur zwei Mal, in der jetzigen Besetzung erst ein Mal, hat die Band auf der Bühne gestanden. Ende des Jahres folgt ein dritter Gig. „Unsere Art Musik zu machen ist halt nicht gerade massentauglich und die Auftrittsmöglichkeiten sind rar“, meint Uwe Greb.
In Zukunft wollen sich The Pummp trotzdem vermehrt um Auftritte kümmern. Zurzeit arbeiten sie an den Studio-Aufnahmen ihrer Songs, die auf der bandeigenen Homepage zu hören sind. Im kommenden Jahr soll dann auch eine CD erscheinen.
Die Band:
Paul Hauth (49), Gitarre und Gesang, arbeitet als Sozialpädagoge in einer Jugendeinrichtung in Ossendorf.
Uwe Greb (42), Keyboard, ist Speditionskaufmann.
Martin Zienke (46), Gitarre, ist als Sozialarbeiter im Bürgerzentrum Ehrenfeld tätig.
Dirk Hagemeister (47), Bass, ist Kommunalbeamter bei der Stadt Solingen.
Massimiliano Signiori (39), Schlagzeug, ist Ingenieur und arbeitet beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt in Wahnheide.
Die Musik von The Pummp ist auf der Homepage der Band zu hören, dort werden auch aktuelle Konzerttermine bekannt gegeben, ebenso auf der Facebook- Seite. Zurzeit arbeitet das Quintett am ersten Album.
Der nächste Auftritt ist am 14. Dezember ab 20 Uhr in Bergheim bei der „Jamsession“ im Sport Centrum Bergheim in der Sportparkstraße 3.
Kontakt per E-Mail an: post@thepummp.de
Website: www.thepummp.de


