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Kölner Stadt-Anzeiger | Kleinere Krankenhäuser bei Organspende verunsichert
19. February 2015
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Kleinere Krankenhäuser bei Organspende verunsichert

Verunsicherung nach Organspende-Gesetzesreform. Foto: David Ebener/Archiv

Verunsicherung nach Organspende-Gesetzesreform. Foto: David Ebener/Archiv

Essen/Kamp-Lintfort -

Viele kleinere Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sind nach der Gesetzesreform beim Thema Organspende verunsichert. «Viele denken, bevor wir etwas verkehrt machen und uns in den Zeitungen wiederfinden, warten wir ab», sagte die geschäftsführende Ärztin bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) Nordrhein-Westfalen, Ulrike Wirges, zur Stimmung in vielen kleineren Krankenhäusern, für die Organentnahmen noch nicht zur Routine gehören.

In dem Gesetz würden jetzt auch kleinere Prozessschritte beschrieben. Die DSO biete Schulungen an. «Aber bis zum nächsten Fall vergehen Wochen oder Monate. Einiges gerät bis dahin in Vergessenheit», sagte Wirges. Nach dem Formfehler bei der Hirntod-Diagnose eines Organspenders in Bremerhaven sehe jeder, welche drastischen Folgen das in der Öffentlichkeit haben könne. Mit zunehmender Anwendung werde aber die Sicherheit kommen.

Die Zahl der Organspenden in Nordrhein-Westfalen war von 2013 auf 2014 deutlich um 12 Prozent gesunken. In Nordrhein-Westfalen dürfen rund 340 Krankenhäuser Organe entnehmen. Seit der Gesetzesreform 2012 müssen sich auch Häuser um Organspenden kümmern, die vorher keine Verpflichtung gesehen haben. (dpa/lnw)


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