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Campus in Deutz: Wird FH unter Denkmalschutz gestellt?

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FH Deutz
Die FH bleibt nach dem Willen des Landes in Deutz. (Bild: Worring)
Deutz

Wird der sanierungsbedürftige Fachhochschul-Komplex in Deutz abgerissen und ein völlig neuer Campus errichtet – oder bleiben die Gebäude mit dem von 1974 bis 1978 kreuzförmig errichteten Ingenieurwissenschaftlichen Zentrum (IWZ) stehen und werden unter Denkmalschutz gestellt?

Die kontrovers diskutierte Frage bleibt vorerst unbeantwortet, obwohl die neue Landeskonservatorin Andrea Pufke nach Auskunft von Mirjam Grotjahn, Sprecherin des NRW-Bauministeriums, mittlerweile ein Gutachten vorgelegt hat, das die Denkmalwürdigkeit des Komplexes feststellt. Der Eintrag in die Denkmalliste ist jedoch noch nicht erfolgt.

Für einen Abriss votiert der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) als Eigentümer. Zusätzlich hat Oberbürgermeister Jürgen Roters in einem Schreiben an das NRW-Wissenschafts-Ministerium darum gebeten, von einer „Unterschutzstellung“ abzusehen. Planung und Schaffung einer zukunftsfähigen Ausbildungsstätte seien durch eine Sanierung im laufenden Betrieb nicht möglich, stellt der OB fest. Der Eintrag in die Denkmalliste stehe einer Modernisierung entgegen betont auch Baudezernent Bernd Streitberger. Für eine wirkliche Erneuerung müssten der zentrale Kreuzbau sowie die Hallen und Flachbauten abgerissen werden.

Im vorigen Sommer hatte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) verkündet, dass das IWZ in Deutz bleibt und der Standort durch Neubauten ausgeweitet und modernisiert wird. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass das Hochhaus mit Hörsälen, Werkstätten und Instituts-Büros sowie Hallen abgerissen werden. Die Ministerin geht davon aus, dass die komplette Modernisierung noch in diesem Jahrzehnt abgeschlossen sein kann.

Nach Feststellung des Bauministeriums könnte auch der Eintrag des IWZ in die Denkmalliste einen Abriss nicht verhindern, wenn andere Interessen wie zum Beispiel wirtschaftliche Belange schwerer wiegen als die des Denkmalschutzes. Über dieses Thema, so Grotjahn, tauschen sich die beteiligten Bau-, Wissenschafts- und Finanz-Ministerien miteinander aus. Eine endgültige Entscheidung werde die Landesregierung treffen. Ein Termin stehe aber noch nicht fest. (jb)

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