Regelmäßig - so schilderten es mehrere Bezirksvertreter - verstreue ein Unbekannter vor allem auf dem Fröbelplatz größere Mengen an Taubenfutter. Die CDU-Fraktion beantragte jetzt, dass die Futterstellen entfernt und der Verursacher belehrt werden soll. "Es geht uns nicht um ein Bußgeld, sondern wir wollen erreichen, dass dies aufhört." Zahlreiche Bürger hätten sich bereits darüber beschwert, weil der Platz durch das Futter verunreinigt werde und außerdem neben den Tauben auch bereits Ratten angelockt habe.
Bezirksbürgermeister Josef Wirges zeigte sich skeptisch, ob eine bloße Ermahnung den erhofften Erfolg bringen könnte. Er habe den offenkundigen Taubenliebhaber bereits einmal beobachtet und daraufhin auf sein Tun angesprochen. "Ich bin ziemlich übel beschimpft und sogar bedroht worden", berichtete Wirges. Namentlich bekannt sei ihm der Taubenfütterer jedoch nicht. Eine konkrete Handhabe, gegen das Taubenfüttern vorzugehen, besitzt die Verwaltung durchaus. Vor genau sieben Jahren beschloss bereits der Rat das Kölner Taubenkonzept sowie ein Taubenfütterungsverbot.
Bis zu 1 000 Euro Busgeld
Mit dem Konzept sollte das künstliche Nahrungsangebot für die Vögel, also ausgestreutes Futter, verringert werden. Dazu sollte ermittelt werden, wo in den einzelnen Stadtbezirken die Schwerpunkte zu finden sind, an denen sich Tauben sammeln und Belästigungen verursachen. Die Überwachung des Fütterungsverbots ist Sache des städtischen Ordnungs- und Verkehrsdienstes. Laut der ordnungsbehördlichen Verordnung wird das Füttern in geringen Mengen mit 25 bis 35 Euro Bußgeld geahndet. Wer größere Mengen an Futter ausbringt, kann mit bis zu 1000 Euro zur Kasse gebeten werden. Gleiches droht Wiederholungstätern.


