Köln Übersicht
Nachrichten aus Köln

Vorlesen
0 Kommentare

Köln-Premiere: Promi-Auflauf bei Rocky-Horror-Show

Erstellt
Drucken per Mail
Rocky Horror Show
Die "Rocky Horror Show" feiert im Musical-Dome Premiere. (Bild: Hennes)
Köln

KÖLN - Entweder war es eine schon ältere Neuinszenierung oder die Neuauflage einer Altinszenierung, jedenfalls hat man die „Rocky Horror Show“, die am Mittwochabend in Köln ihre Premiere erlebte, vor drei Jahren schon mal ganz ähnlich gesehen. Aber gerade die Wiederkehr des Gleichen entspricht in diesem Fall dem Fan-Willen.

Die Rocky-Horror-Fans, die in Netzstrümpfen, Strapsen, ja teilweise nackt bis auf ein Goldunterhöschen anrücken, können nämlich nicht nur Hits wie „Let's Do The Time Warp Again“ mitsingen, sondern fast das ganze englischsprachige Stück auswendig hersagen. Sie schießen an einer bestimmten Stelle mit Wasserpistolen oder rollen Klopapier ab, halten Lampen in die Höhe oder begrüßen eine Figur mit spezifischen Zurufen. Allein dafür muss man dieses Kult-Musical wenigstens einmal im Leben gesehen haben.

Die Altinszenierung, die nun neu auf Tournee geht, ist dafür eine gute Gelegenheit. Alle Rollen sind überzeugend besetzt, vor allem der Part des Doktor Frank'n'Furter mit Rob Fowler. Ach ja, und das ist wirklich neu: Sky du Mont macht dieses Mal den Erzähler.

Für alle, die noch keine Fans sind: Die 1973 von dem Engländer Richard O'Brien geschriebene Show ist eine Persiflage auf billige amerikanische Horror-Filme der 50er Jahre mit ihrem oft sexuellen Subtext (beißen, pfählen, stöhnen). Das Kleinbürgerpärchen Brad und Janet bleibt mit dem Auto liegen und verirrt sich auf ein Schloss, das von sexbesessenen Aliens bevölkert wird.

Doktor Frank'n'Furter erschafft sich just in dieser Nacht einen Retortenmenschen, den muskelbepackten blonden Lustknaben Rocky (Sam Cassidy, mit einem von der Kölner Schwulenszene gefeierten Six Pack). Anfangs noch erschrocken und angewidert, erleben Brad und Janet in dieser Nacht ihre sexuelle Befreiung und können am Ende als neue Menschen in das verklemmte Amerika der 50er Jahre entlassen werden.

Das klingt erst mal albern, aber wenn man es auf der Bühne sieht, ist es ... - eigentlich auch albern, aber man amüsiert sich trotzdem. In den 70ern war das Lustschloss voller transsexueller Transsylvanier natürlich ein Tabubruch, jetzt hingegen saßen bezeichnenderweise Mutter Beimer (Marie-Luise Marjan), Wolfgang Niedecken und Heidi Klums Vater in den ersten Reihen. Und eine ungefähr 90-jährige Oma meinte in der Pause: „Jut, dass wir noch jejangen sind!“ (dapd)

Auch interessant
KVB Fahrplan
Start
Ziel
Datum
Zeit
 
Blicke in die Zukunft Kölns
Serie
Visionen für Köln

Mit der Serie „Köln 2020“ wagt der „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen Blick in die Zukunft der Stadt.

Einsturz des Kölner Stadtarchivs
Katastrophe
Die Gedenkfeier zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs (Archivbild vom 3. März  2013)

Alle Informationen und Hintergründe rund um den Einsturz des Kölner Stadt-Archivs am 3. März 2009

Videos
Unsere Sonderveröffentlichungen
FACEBOOK
Blog
Digitale Themen
Das Logo von Rheinklick

Mini-Coding-Schulungen, Analysen oder Veranstaltungen, hier geht es um Themen rund um die digitale (Kölner) Szene.

Weitere Serien
Kleinanzeigen
ipad
Tablet-Ausgabe

Jetzt noch lokaler und umfangreicher: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ für das Tablet lädt zur Erlebnisreise durch die Themen des Tages ein. Jetzt 20 Tage lang gratis testen!