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Kündigung: Micky Brühl verlässt die Paveier

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Paveier
Micky Brühl hat bei den Paveiern gekündigt. (Bild: Worring)
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„Hiermit kündige ich das Gesellschaftsverhältnis zum 31.12.2012.“ Kurz und knapp, fristgerecht zum Jahresende teilte Micky Brühl (49) per Einschreiben seinen Bandkollegen den Ausstieg mit. Nach 27 Jahren wird der Sänger und Mitbegründer die Paveier verlassen. Grund sind eine Aneinanderreihung von kleineren Querelen im Anschluss an die vergangene Session. Nachdem sich damals Bläck Fööss, Höhner und Brings die Spitzenpositionen der Hitlisten teilten und es im Stadt-Anzeiger daraufhin „Vom Kleeblatt zum Dreigestirn“ hieß, setzten in der Band Diskussionen ein. „Ich bin nicht allein für Erfolg und Misserfolg unseres Vereins verantwortlich“, sagt Brühl. Er sei von den Kollegen kritisiert worden und habe sich deshalb zeitweise auf „Dienst nach Vorschrift“ zurückgezogen.

Die Paveier wollten sich musikalisch neu aufstellen, holten mit Sven Welter (30) einen zusätzlichen Gitarristen und Sänger, der den größten Teil des Paveier-Lieds zum Motto „Köln hat was zu bieten“ singt. Welter war als „Ergänzungsspieler“ gedacht, nicht als Ersatz für Brühl, der den neuen Kollegen durchaus als Entlastung sieht. „An manchen Tagen in der Session singe ich 70 Lieder. Das geht schon an die Substanz. Da ist es gut, auf der Bühne mal ein Stück aussetzen zu können.“ Allerdings glaubt Brühl, sich mit seinen Vorstellungen („Ich weiß, dass ich eher der Schlagerfuzzy bin“) oft nicht durchsetzen zu können und will mit der Kündigung ein Zeichen setzen: „Ich bin unzufrieden mit einigen Abläufen in der Band, die ich eigentlich wieder nach vorne bringen will.“

Gespräch geplant

„Für uns kam die Kündigung völlig überraschend“, sagten Bruder Bubi Brühl und Tastenspieler Detlef Vorholt, die derzeit gemeinsam in den Tiroler Alpen Ski fahren. Vorholt: „Ich bedauere diesen Schritt sehr. In der Band wird doch alles demokratisch geregelt.“ Vorholt will in der nächsten Woche die Band zum Gespräch an einen Tisch holen, bevor ab 7. Januar die ersten Auftritte auf den Karnevalsbühnen anstehen. Da soll alles ablaufen wie gehabt, denn vertraglich ist Micky Brühl noch zwei Jahre an die Paveier gebunden. Vorholt: „Das haben wir auf Anraten eines Anwaltes vor Jahren so geregelt, damit alle bestehenden Verträge in der vereinbarten Bandkonstellation eingehalten werden.“

Das weiß auch der Sänger: „Ich sehe meine Pflichten und werde sie erfüllen.“ Zudem sei das Tischtuch ja nicht endgültig zerschnitten. Brühl: „Die Paveier sind auch mit mein Kind. Ich schmeiße das Kind ja nicht wirklich gerne weg.“ Sein Wunsch nach Veränderungen sei aber durchaus ernst gemeint und müsse akzeptiert werden. „Im Moment kann ich zwar mit dem Gedanken aufzuhören einigermaßen leben. Morgen weine ich vielleicht darüber.“ Und dann? Brühl: „Man kann doch über alles reden. Es gibt immer noch einen Ausstieg vom Ausstieg.“ (NR)

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