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Liebfrauenschule: Abiturscherz zeigt mediale Wirkung

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„Krisensitzung“:
„Krisensitzung“: Schulleiterin Ingrid Schulten-Willius ist der Film mittlerweile peinlich.
Lindenthal

Beim Abigag der Liebfrauenschule (LFS) in Lindenthal sorgt das Video Ende März in der voll besetzten Aula für Heiterkeit: Schulleiterin Ingrid Schulten-Willius sitzt mit fünf Lehrerkollegen in einer „Krisensitzung“, wie es in einer Einblendung heißt. Thema: Regelmäßig wechseln Schüler kurz vor dem Abitur auf das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) – angeblich, weil es dort leichter sei, gute Noten zu bekommen. Und so gehen die Vorschläge der Lehrerkollegen auch in eine eindeutige Richtung: Leichtere Klausuren und von Anfang an bessere Noten könnten den Aderlass stoppen, so der Tenor.

Was als Persiflage auf die bekannte TV-Werbung der Sparkassen gedacht war und bei den Schülern des erzbischöflichen Gymnasiums gut ankam, schlägt mittlerweile im Internet hohe Wellen. Der 52-Sekunden-Film ist am 6. April im sozialen Netzwerk Facebook aufgetaucht – und sorgt bei Schülern des FWG für Irritationen. „Soll das witzig sein?“, kommentiert ein Nutzer den Beitrag. Ein ehemaliger Schüler der LFS, der 2009 selbst vor dem Abitur aufs FWG gewechselt war, nennt den Film gar „unwürdig für diese renommierte Schule“.

Rektorin Schulten-Willius zeigt sich am Freitag auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ „überrascht“, dass der Film überhaupt im Netz gelandet sei: „Es tut mir leid, wenn sich aktuelle oder ehemalige Schüler dadurch angegriffen fühlen.“ Die 55-Jährige sagte weiter, es sei ihr nicht bewusst gewesen, dass der Film über das Internet einem breiten Publikum bekannt werden könnte. Noch Freitagmittag besuchte sie ihren Rektoren-Kollegen Meinolf Arnold vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und entschuldigte sich. Der nahm die Entschuldigung an, betonte aber auch, dass er dem Vorfall keine große Bedeutung beimesse. Ebenso äußerte sich das Kölner Erzbistum, Träger der LFS: „Solche Abischerze können manchmal ein bisschen deftig sein, das sollte man nicht zu ernst nehmen“, sagte Sprecher Christoph Heckeley.

Die Liebfrauenschule hatte über Jahre mit einem starken Schülerschwund zu kämpfen, Eltern berichten von halben Jahrgängen, die abgegangen seien. Dank des Zentralabiturs, aber vor allem wegen besserer individueller Betreuung sei der Trend mittlerweile gestoppt, so die Schulleitung. Die von Schülern erstellten Filme haben eine längere Geschichte bei den Abi-Scherzen der Liebfrauenschule. Damit dürfte es nun aber vorbei sein. „Diese Tradition“, sagt Schulleiterin Ingrid Schulten-Willius, sei nun „gestorben“.

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