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Podiumsdiskussion: Streit um neues Rewe-Lager

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Rewe
Ein geplantes Frischelager des Rewe-Konzerns sorgt im Kölner Norden für Kontroversen. (Symbolbild: dpa)
Langel. 

„Es geht um den Transport von Meinung und den Transport von Emotionen“, sagte Moderator Matthias Weber zu Beginn der Podiumsdiskussion, zu der die Bürgerinitiative Baff mit den Bürgervereinen Fühlingen und Rheinkassel / Langel / Kasselberg geladen hatte. Thema: Der geplante Bau eines weiteren Rewe-Frischelagers und die seit vielen Jahren geplante Ortsumgehungsstraße Fühlingen. In einem Zelt am Sportplatz Mohlenweg stellten sich die Kommunalwahl-Kandidaten und Chorweiler Bezirksvertreter Cornelie Wittsack-Junge (Grüne), Michael Birkholz (FDP), Bezirksbürgermeister Jürgen Kircher (SPD), Ratsfrau Dagmar Paffen (SPD) und Birgitta Nesseler-Komp, CDU-Ratskandidatin im Kölner Norden, den Fragen der Initiativen und anwesenden Gäste.

Verwirrung wegen Brücke

Zu Beginn erläuterte Anton Harff vom Bürgerverein Fühlingen - und ebenfalls CDU-Ratskandidat für den Kölner Norden - den aktuellen Stand des geplanten Rewe-Lagers. Die anschließende Fragerunde verwandelte sich schnell in ein hitziges Redegefecht - und in manchen Momenten erinnerte sie eher an eine Wahlkampfveranstaltung als an eine sachliche Diskussion. Dabei waren sich alle Vertreter in der Sache eigentlich einig: Rewe kommt, und der Bau der Ortsumgehung Fühlingen ist ein Muss. „Aber der Idealzustand ist es nicht“, kommentierte Moderator Weber. „Ein großer Teil der Bevölkerung in der Gegend will das Gebäude nicht, die Leute sehen es als Verschandelung der Umgebung an.“

Die Fragen an die Lokalpolitiker waren dementsprechend dringend - wenn auch nicht neu. Ob es eine rechtliche Möglichkeit gebe, den Bau des Lagers mit dem Bau der Ortsumgehung zeitlich zu koppeln? Wie sieht es mit dem Baustellenverkehr aus? Was wird in puncto Lärmschutz angeboten? Beteiligt sich die Rewe am Bau der Ortsumgehung? Inwieweit wird sich der Verkehr erhöhen? Und: Wieso darf die Rewe dort überhaupt bauen? „Selbst wenn die Rewe dort nicht baut, wird hier ein Gewerbegebiet entstehen“,verteidigte Kircher das Projekt. So sehe es das bestehende Baurecht vor. Zudem wäre es dann erlaubt, dort Gebäude bis zu 22 Meter hochzuziehen - das Lager der Rewe wird aber nur eine Höhe von 17,50 Metern erreichen.

Verwirrung gab es wegen einer geplanten Brücke, die für den Lkw-Verkehr am Mohlenweg gebaut werden soll und als Provisorium dient, bis die Ortsumgehung fertig gestellt ist. Der Mohlenweg ist nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben und wird viel von Radfahrern und Fußgängern genutzt. Laut Harff gebe es neue Pläne der Rewe, die besagen, dass die Lkw nicht wie ursprünglich geplant bloß unter der Brücke herfahren dürfen, sondern auch darüber. „Stimmt nicht“, konterte Kircher. Lastwagen dürften nur unter der Brücke passieren. Doch trotz aller Kritik wurde das Unternehmen auch gelobt. „Die Rewe bemüht sich, etwas zu tun und den Bürgern entgegen zu kommen“, betonte Harff.

Ein Punkt, an dem sich die Gemüter ebenfalls entzündeten, war der Bau der Ortsumgehung. „Die Stadt verschiebt den Termin immer weiter nach hinten“, so Moderator Weber. Eines ist für Birgitta Nesseler-Komp sicher: „Kein Rewe-Lager ohne Ortsumgehung. Das ist untrennbar.“ Rewe plant den Bau eines Frischelagers im Kölner Norden. Es soll gegenüber eines bereits bestehenden Lagers angesiedelt werden. Heute wird in der Sitzung der Chorweiler Bezirkvertreter um 17 Uhr im Bezirksrathaus Chorweiler, Pariser Platz,über die Offenlage des Projektes entschieden.

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