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Rheinpark-Pavillon: Neue Traumlage am Rhein

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Ehemaliges Restaurant-Pavillon
Traumlage am Rhein: Aus dem ehemaligen Restaurant-Pavillon werden Luxuswohnungen. Ins Erdgeschoss soll ein Cafe. (Animation: Opus)

Wohnluxus direkt am Rhein und das auch noch im Sonnenschein – die Bewohner des Rheinauhafens werden mit Neid auf die Deutzer Seite zwischen Hohenzollernbrücke und Rheinpark schauen. In dem maroden Pavillon-Gebäude vor den ehemaligen Rheinhallen der Messe will der Investor Helmut Bernards fünf Wohnungen bauen, die es sonst so in Köln nicht gibt. Die Wohneinheiten in Traumlage sind zum Rhein hin ausgerichtet, auf der Rückseite des Gebäudes können die Käufer Büroeinheiten anschließen. Die größte Wohn-Büro-Einheit bietet 410 Quadratmeter. Den exakten Preis, den man dafür zahlen muss, möchte Bernards nicht verraten. Es dürften deutlich über vier Millionen Euro sein.

2010 hat Bernards das ehemalige Panorama-Restaurant der Messe, von dem nicht viel mehr als eine riesige Bruchbude übrig geblieben ist, der Sparkasse abgekauft. Nun knapp anderthalb Jahre später steht die Genehmigung des Bauantrags bevor, wie Baudezernent Bernd Streitberger dem Stadtentwicklungsausschuss mitteilt. Der Investor rechnet damit, im Juli mit den Bauarbeiten beginnen zu können. „Ein Schmuckstück“ soll es werden, verspricht der 76-jährige Investor, der in der Vergangenheit mit seiner Firma „Opus“ zahlreiche Kölner Bauprojekte an exponierter Stelle verantwortet hat.

Panorama-Restaurant
Ein Bild aus vergangenen Tagen: das Panorama-Restaurant in den 70er Jahren (Bild: Spielmans)

Aus statischen Gründen wird das Gebäude auf der Rheinseite um knapp einen Meter erweitert. Die Fassade wird erneuert, eine Zwischendecke wird eingezogen, damit zwei Obergeschosse mit Wohnungen und Büros verkauft werden können. Damit verliert das Gebäude die Großzügigkeit, die es einst als Restaurant hatte, in dem eine zweite Etage als halbrunde Kanzel den großen Raum prägte. Bernards spricht trotzdem von einer „Revitalisierung“ des Gebäudes. Das wird nicht jeder so sehen, verändern sich doch Funktion und Aussehen des Hauses deutlich. Die öffentliche Nutzung wird auf weniger als ein Drittel der Gebäudefläche reduziert. Mehr scheint aus Sicht des Investors nicht möglich, damit sich Kauf und Umbau rechnen. „Kaufmännisch ist das auch so keine große Nummer“, sagt Bernards. Ohne die Erlaubnis für ein zusätzliches Obergeschoss hätten Stadt und Sparkasse wohl keinen gefunden, der hier Geld investiert hätte. Der Plan, ein Varieté einzurichten, scheiterte bereits vor Jahren. Die Alternative wäre ein Abriss gewesen. Bernards hat versprochen, an dieser Stelle wieder eine gastronomische Nutzung zu ermöglichen. Die Umsetzung des Plans ist jedoch nicht ganz leicht. Wer Millionen für Wohnungen ausgibt, hat wenig Lust auf einen Publikumsmagneten im Erdgeschoss und lange, möglicherweise laute Nächte. Konflikte, wie man sie an vielen Stellen in der Stadt erlebt, an denen Anwohner Kneipenwirten und Restaurantbetreibern das Leben schwer machen, sind vorprogrammiert. Bernards hofft, dass Problem mit einem Café zu umgehen, das nur tagsüber geöffnet hat. Um einen Betreiber zu gewinnen, lockt er mit attraktiven Konditionen. „Ich bin bereit, dem Pächter in den ersten Jahren unter die Arme zu greifen.“ Er rechnet damit, dass der „Rheinpark-Pavillon“ im Herbst 2013 bezugsfertig sein wird. <

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