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RHEINTAL: Schaubild des Rheintals komplett restauriert

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Bild: Grönert
Das Querschnitts- Modell des Rheingrabens zeigt die Erdschichten von der Ville bis zum Bergischen Land.

Wie es unter dem Rhein aussieht, können Schülerinnen und Schüler nun wieder in Augenschein nehmen, wenn sie die Freiluft- und Gartenarbeits-Schule „Freiluga“ in Müngersdorf besuchen. Auf Initiative des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz wurde in Kölns „grünem Klassenzimmer“ das Schaubild des Rheintalprofils restauriert. Der Verein erklärte das Bild jetzt zum „Denkmal des Monats“. Es befindet sich im Inneren des Freiluga-Gebäudes, einem Zwischenwerk innerhalb des einstigen militärischen Befestigungsringes, der Köln umgab. 1875 errichtet, sollte es nach dem Ersten Weltkrieg, wie alle übrigen Bauten geschleift, also abgetragen werden. Der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer konnte in den 1920er Jahren mit seinem Konzept, rund um die früheren Forts Landschaftsgärten anzulegen, einen Teil dieser Gebäude retten.

So entstand 1925 die Freiluga,die von Kölner Schulen zu Unterrichtszwecken genutzt werden konnte - vor allem für den Biologie- und den Erdkundeunterricht. Der acht Meter lange und etwa 2,50 Meter hohe Schaukasten, der den Querschnitt durch das Rheintal mit all seinen Bodenschichten veranschaulicht, war schon damals eines der Anschauungsobjekte. Er wurde dank einer Spende der Rudolf-Klefisch-Stiftung in Stand gesetzt. Die fachliche Beratung lag bei Reinhard Zeese vom Geographischen Institut der Kölner Universität. „Er hat uns auch Quellen vermittelt, von woher wir Original-Material für die Gesteinsschichten beziehen konnten“, berichtet Ulrich Markert vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. „Das Modell ist sehr detailliert. Durch den Braunkohleabbau wussten die Menschen schon damals viel über die Erdschichten im Untergrund“, erläutert Zeese.

Im Rahmen des „Tag der Kölner Forts“ besteht am Sonntag, 8. Juni, die Möglichkeit, die Freiluga und das Monatsdenkmal zu besichtigen. Die Freiluga befindet sich in der Belvederestraße 159. (Rös)

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