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Stadtentwicklung: Baldiger Start für Grünzug Charlier

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Charlier
Der zukünftige Grünzug Charlier ist eine Verbindung von der Stegerwaldsiedlung zum Rhein. (Bild: Club L 94 - Landschaftsarchitekten)

MÜLHEIM - Wo heute auf einer Industriebrache alte Werkshallen und Asphalt dominieren, sollen in weniger als zwei Jahren Säuleneichen wachsen, eine große Wiese sowie ein Spiel- und Bolzplatz zum Verweilen einladen. Die Anlage des Grünzugs Charlier - in Verbindung mit dem geplanten Rheinboulevard Bestandteil der Begrünung des Mülheimer Südens - ist in greifbare Nähe gerückt. Bereits im März 2009 beschlossen, hat die Stadtverwaltung nun die Pläne der von der Stadt beauftragten Landschaftsarchitekten vorgestellt und einen baldigen Baubeginn angekündigt.

Durch die Grünanlage werden die Stegerwaldsiedlung und andere Wohngebiete mit dem Rhein verbunden. Bis heute müssen die Bewohner der Stegerwaldsiedlung einen langen Umweg um das KHD- oder das Messegelände nehmen, um an den Fluss zu gelangen. Rund 50 Meter breit soll die Grünschneise für Fußgänger und Radfahrer zwischen der Deutz-Mülheimer Straße im Osten und dem Auenweg im Westen werden.

Neue Wohnungen und Dienstleistungsgewerbe

Die Schaffung des Grünzugs ist sowohl Bestandteil des Konzepts Rheinboulevard Mülheim Süd als auch der bevorstehenden Bebauung des alten Geländes der Deutz-Werke entlang der Deutz-Mülheimer Straße - dem sogenannten Euroforum Nord sowie der alten Gießerei. Auf beiden Flächen rechts und links des künftigen Grünzugs sollen Wohnungen gebaut und Dienstleistungsgewerbe angesiedelt werden.

"Mit weiteren Grünverbindungen wie beispielsweise über das ehemalige Lindgens-Gelände in Höhe der Einmündung Deutz-Mülheimer Straße/ Danzierstraße nördlich davon oder durch das Euroforum Nord südlich wollen wir Mülheim besser an den Rhein anbinden und so die Lebensqualität erhöhen", sagt Joachim Bauer vom Amt für Landschaftsschutz und Grünflächen. Verzögert hat sich das Grünzug-Projekt, da die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern sich hinzogen.

Barrierefreier Weg Richtung Rhein

Bauer: "Lange Zeit konnten wir nicht planen, weil die Grundstücke nicht frei waren." Bis Ende 2011 habe die Stadt zwei der drei benötigten Flächen kaufen können. Nun seien auch die Verhandlungen zum Erwerb des letzten Areals abgeschlossen und der Kauf stehe unmittelbar bevor. Die Villa Charlier, nach einem der Eigentümer des Unternehmens Van der Zypen & Charlier Waggonbau benannt, wird aus dem Konzept ausgeklammert. Bauer: "Dort zieht voraussichtlich eine Kindertagesstätte ein." Doch bleibe ein genügend großer Platz, um den Grünzug an der Villa vorbei zu führen.

Im Osten soll die Grünschneise die Villa passieren, eine Treppe führt in der Mitte der bestehenden Mauer in den etwa zwei Meter tiefer liegenden mittleren Bereich. "Außerdem führt ein barrierefreier Weg rampenförmig an der Nordseite in Richtung Rhein", so Bauer. Hier, wo heute Asphalt das Bild bestimmt, sind Rasenflächen und der Spielplatz vorgesehen. "Die Gestaltung der Spielfläche überlassen wir dem Investor, der die Wohnungen rechts und links des Grünzugs baut", sagt Bauer. Ein Spielplatz schreibe das Gesetz vor. Wann dort gebaut wird, sei aber noch offen. Der westliche und am tiefsten gelegene Teil der Anlage wird durch eine Rasenfläche bestimmt, die von Säuleneichen flankiert wird. Über dem Absatz zum Auenweg plant die Stadt, eine Aussichtsplattform anzulegen. "So können die Nutzer des Wegs eine Aussicht zum Mülheimer Hafen und zum Rheinboulevard genießen", so Bauer.

Zunächst Sanierung des Erdreichs

Sobald die letzte Fläche ins Eigentum der Stadt übergegangen ist, können die Bauarbeiten beginnen. "Das Projekt wird aus Mitteln für Städtebau gefördert, die bis Ende 2013 ausgegeben sein müssen", erläutert Bauer.

Erster Schritt sei übrigens die Sanierung des Erdreichs auf dem Gelände der ehemaligen Gießerei. "Hier gibt es Altlasten, die vor dem Ausbau der Grünanlage bis zu einer Tiefe von 30 bis 40 Zentimetern entfernt werden", erklärt Bauer. Die Gesamtkosten des Projekts betragen 300 000 Euro.

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