29.09.2016
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Strafanzeige: Streit um besetztes Haus an der Zülpicher Straße

Am Freitagabend haben etwa 20 Aktivisten ein Haus am Zülpicher Wall besetzt.

Am Freitagabend haben etwa 20 Aktivisten ein Haus am Zülpicher Wall besetzt.

Foto:

Hauser

Köln -

„Abgemacht war, dass die Besetzer das Gebäude in der ersten Januar-Woche verlassen – sie haben sich aber nicht gerührt“, sagt der Verwalter des seit Dezember besetzten Hauses an der Zülpicher Straße 290.

Kernsanierung geplant

Das Ladenlokal im Erdgeschoss sei schon vermietet. „Ich möchte jetzt mit der Sanierung beginnen.“ Er will einen Mietvertrag mit der Stadt abschließen. „Das mache ich aber erst, wenn das Haus leer ist.“ Die Stadt möchte das Gebäude mieten. Geplant ist derzeit, dass nach einer Kernsanierung Flüchtlinge in die 16 Apartments einziehen.

Zülpicher Straße: Neuer Streit um besetztes Haus
Köln, 12.02.16: Das Haus in der Zülpicher Strasse steht seit vielen Jahren leer. Ende 2015 haben mehrere Aktivisten es besetzt. Der Verwalter des Gebäudes hatte auf eine Räumung verzichtett. Stattdessen standen alle Zeichen auf eine friedliche Lösung. Und jetzt das: Mitten in diesen scheinbar konstruktiven Verhandlungen hat sich der Verwalter schriftlich an die Besetzer gewendet und ihnen ein Ultimatum gestellt. Sie müssen sofort raus, sonst soll geräumt werden.

Etwa 50 Aktivisten leben in dem Wohn- und Geschäftshaus, das seit 2005 leer steht. Sie fordern eine Verhandlung mit dem Verwalter und der Stadt und wollen konkrete Nutzungspläne sehen. „Eine Strafanzeige führt unweigerlich zu einer Kriminalisierung“, sagt ihr Sprecher. Jörg Detjen (Die Linke) und Lindenthals Bezirksbürgermeister Roland Schüler appellieren an Verwalter und Stadt, eine friedliche Lösung zu finden. (eic, hsr)