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Archäologische Zone : Antike Steine in der Fassade

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Das Model der Fassade des jüdischen Museums steht nun ohne Gerüst. Foto: Goyert
Die Architekten der Archäologischen Zone haben ihre Pläne zu Museumsneubau und Historischem Archiv vorgestellt. Inmitten der Diskussion um die Kostenexplosion fand das Modell mit antiken Steinen in der Fassade viel Zustimmung.  Von
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Innenstadt

Dem Museumsneubau über der Archäologischen Zone soll man schon von außen ansehen, was im Inneren gezeigt wird: Ein Teil der Fassade wird aus Spolien bestehen, also aus wiederverwendeten Steinen antiker Bauten in Köln. Um den Ratsmitgliedern seine Pläne unter einem Modell der Fassade auf dem Rathausvorplatz vorzustellen, war der Architekt Walter Lorch eigens aus der Schweiz angereist. Sein Modell fand viel Zustimmung, obwohl die Fraktionen auch gestern im Kulturausschuss mit harten Bandagen um Aufklärung der explosionsartigen Kostenentwicklung bei den Ausgrabungen kämpften.

„Spolien haben wir genug“, kommentierte Marcus Trier, Chef des Römisch-Germanischen Museums, am Montag die Pläne für den Rathausvorplatz. Außer den Feldern aus antiken Werksteinen sollen auch durchscheinende und durchsichtige Gläser den Bau bestimmen, eine reine „Schaufensterfront“ soll es allerdings schon aus konservatorischen Gründen nicht geben. Statt des gelben Sandsteins, wie ursprünglich vorgesehen, soll nun heller Sandstein für die Fassade Verwendung finden. Da der Stein in drei verschiedenen Oberflächenbeschaffenheiten verwendet wird und mal mehr und mal weniger versetzt in die Fassade eingebaut wird, ist für ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild gesorgt.

Blick auf Dom bleibt ungestört

In der Höhe wird sich der Bau der Umgebung anpassen, soll aber in jedem Fall unter der Traufhöhe des Historischen Rathauses bleiben. Wichtig war den Ratsmitgliedern auch, dass aus den Fenstern des benachbarten Wallraf-Richartz-Museums weiterhin ein ungestörter Blick in Richtung des Doms möglich bleibt. Deswegen soll auch jeder „Technikspielplatz“ auf dem Dach vermieden werden. Baudezernent Franz-Josef Höing lobte den Entwurf: „Das ist ein ganz ruhiger Körper mit unglaublichen Feinheiten, kein grober Klotz.“

Für seinen Bau hatte das Architekturbüro Wandel Hoefer Lorch bereits im September eine aktualisierte Kostenberechnung vorgelegt, die auch von dem externen Projektsteuerer Drees & Sommer überprüft wurde. Daran anschließend hatte die Verwaltung Workshops zur Minimierung der Kosten angesetzt. Zahlen und Ergebnisse dieser Veranstaltungen wurden allerdings nie öffentlich gemacht. Dies wurde von der CDU, der Linken und kleinen Fraktionen wie „Deine Freunde“ und den „Freien Wählern Köln“ am Dienstag im Kulturausschuss kritisiert. Wie bereits am Vortag hatte sich Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach geweigert neue Zahlen zur Kostenentwicklung vorzulegen. Erst wenn das Rechnungsprüfungsamt die „Gesamtzusammenhänge“ bei der Kostenentwicklung der Ausgrabungen ermittelt habe, könne man Zahlen nennen. Gegenwärtig sei der Bericht des Projektsteuerers nur „Makulatur“. Ratsmitglied Thor Zimmermann (Deine Freunde) kritisierte, dass die Verwaltung dem Rat „nicht zutraue, verantwortlich mit diesen Zahlen umzugehen“. SPD, Grüne und FDP verteidigten das Vorgehen. Ulrich Wackerhagen (FDP) sah eine Vermischung der Diskussion um die Ausgrabungen mit der um den Museumsbau: „Die Kostenexplosion bei den Grabungen wird nur dazu benutzt, den Bau des Museums inhaltlich zu kritisieren.“

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