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„Best for bike“: Köln erhält Preis für Abstellplätze

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Sicher abschließen:„Haarnadeln“ als Fahrradparkplatz Foto: Jörn Neumann
Köln hat beim „best for bike“-Wettbewerb des Nationalen Radverkehrskongresses den zweiten Platz belegt und baut Fahrradparkplätze weiter aus. Autofahrer stehen den aufgeräumten Gehwegen nicht so positiv gegenüber.  Von
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Der Gehweg an der Richard-Wagner-Straße sieht aufgeräumt aus. Die Autos stehen nicht mehr quer, sondern längs. Dafür ist auf dem Bürgersteig mehr Platz – statt Autos parken dort jetzt Fahrräder. Einige sogenannte Haarnadeln, Abstellplätze für Räder, stehen schon. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs brachten nun drei weitere an.

„Wir wollen das Radfahren weiter fördern“, sagte Jürgen Möllers, Fahrradbeauftragter der Stadt. „Es reicht nicht, das Rad abzuschließen, man muss es auch anschließen können.“ Der Gehweg ist nun 3,30 Meter breit. „Die Situation ist damit auch für die KVB-Fahrer entspannter“, sagte Bezirksbürgermeister Andreas Hupke. Es kam in den vergangenen Jahren immer wieder zu Unfällen, weil Autofahrer quer und auf den Gleisen geparkt hatten. „Wir haben im Radverkehr einen exorbitanten Zuwachs“, sagte Hupke. In zehn Jahren soll es in Köln doppelt so viele Abstellplätze wie heute geben, derzeit sind es 30.000.

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Jürgen Möllers betonte: „Es ist einmalig, dass wir dafür ein eigenes Budget haben.“ Köln wurde beim „best for bike“-Wettbewerb des Nationalen Radverkehrskongresses mit dem zweiten Preis ausgezeichnet – für den Ansatz, pro Jahr 1000 zusätzliche Abstellplätze zu schaffen. Die Autofahrer in der Richard-Wagner-Straße stehen den aufgeräumten Gehwegen nicht ganz so positiv gegenüber. „Wir haben jetzt noch weniger Parkplätze als früher, wofür zahlen wir eigentlich für den Anwohnerparkausweis?“, fragte einer. Hupke sagte: „Wir alle werden umdenken müssen – allein wegen der Spritpreise.“ Die Entwicklung gehe eindeutig hin zum Rad, zumindest in den Innenstädten.

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