27.08.2016
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Proteste und Gegenproteste in der Innenstadt: Diese Demonstrationen gibt es am Samstag in Köln

Ein Streifenwagen vor dem Kölner Hauptbahnhof.

Ein Streifenwagen vor dem Kölner Hauptbahnhof.

Foto:

Arton Krasniqi

Köln -

Kögida, der Kölner Ableger der fremdenfeindlichen „Pegida“-Bewegung, hatte zuletzt keinen Zulauf mehr in Köln. Nun nutzt Pegida NRW die Ereignisse in der Silvesternacht dazu, für eine Kundgebung am kommenden Samstag zu mobilisieren – das Motto: „Pegida schützt“. 1000 Teilnehmer sind nach Angaben der Polizei angemeldet. Dass diese Zahl erreicht wird, ist „durchaus realistisch – wir rechnen eher mit mehr Teilnehmern“, sagt ein Polizeisprecher.

Von 14 bis 16.30 Uhr will Pegida auf dem Breslauer Platz demonstrieren und in einem Protestzug über die Turiner Straße zum Ebertplatz und über das Rheinufer zurück zum Bahnhof gelangen. Es ist dieselbe Route, die Rechte und Hooligans bei der „Hogesa“-Demo im Oktober 2014 nahmen. Diese eskalierte derart, dass am Ende fast 50 Polizeibeamte verletzt wurden.

Rechte Parteien mobilisieren

Ein breites Bündnis von Gegendemonstranten wird sich den Rechten entgegenstellen – auch auf dem Breslauer Platz.

„Köln gegen Rechts“, „Köln stellt sich quer“ und die Gewerkschaft Verdi rufen ab 12 Uhr zum Gegenprotest auf. „Pegida und Co. wollen die verständliche Empörung über die Angriffe in der Silvesternacht nutzen, um eine rassistische, gewalttätige Stimmung gegen Migranten und Flüchtlinge zu schüren“, sagt Sonja Ziegler, Sprecherin von „Köln gegen Rechts“. Man dürfe den Demo-Aufruf der Rechten nicht unterschätzen.

Pro Köln, Pro NRW, NPD und Die Rechte rühren die Werbetrommel für die Demo. Die Veranstaltung schweißt also selbst jene zusammen, die sich voneinander distanziert hatten oder zerstritten waren. „Es können durchaus auch wieder Leute aus dem Hooligan-Milieu auftauchen“, sagt der Polizeisprecher.

Das werde man beobachten. Zahlenmäßig sei die Polizei in jedem Fall „gut aufgestellt“, heißt es. „Wir bereiten uns intensiv auf den Einsatz vor und führen Kooperationsgespräche mit den Versammlungsanmeldern.“ In Düsseldorf haben sich inzwischen Bürgerwehren auf Facebook formiert, die durch die Stadt ziehen wollen, um „unsere Frauen zu schützen“.