28.09.2016
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Pegida, Kögida und Gegendemo am Hauptbahnhof: Verkehrsbehinderungen durch Demos am Samstag in Köln

Die Kölner Polizei bereitet sich auf den Einsatz vor.

Die Kölner Polizei bereitet sich auf den Einsatz vor.

Foto:

Max Grönert

Köln -

Mit 1000 Teilnehmern will die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung am heutigen Samstag vom Breslauer Platz durch die Stadt ziehen. Mindestens doppelt so viele Demonstranten werden es wohl werden, die sich den Rechten entgegenstellen wollen – ebenfalls am Breslauer Platz. Das Bündnis „Köln gegen Rechts“, das unter anderem von den Initiativen Arsch Huh, „Köln stellt sich quer“ und der Gewerkschaft Verdi unterstützt wird, ruft ab 12 Uhr zum Gegenprotest auf – zwei Stunden, bevor die Demo der Rechten beginnt.

„Unsere Aufgabe wird es sein, beide Demos so zu schützen, dass alles friedlich abläuft“, sagt ein Polizeisprecher. Die Polizei werde „mit einem starken Aufgebot“ vor Ort sein. Pegida NRW will eine Kundgebung auf dem Breslauer Platz abhalten und dann über Turiner Straße, den Theodor-Heuss-Ring, das Rheinufer und die Goldgasse zurück zum Hauptbahnhof ziehen. Es ist die Route, die im Oktober 2014 auch die Hooligans bei der Demo „Hooligans gegen Salafisten“ nahmen. Damals kam es zu Ausschreitungen, fast 50 Polizeibeamte wurden verletzt.

Ob Hooligans sich der heutigen Demo anschließen, war am Freitag nicht klar. „Nach der Schlappe ihrer jüngsten Demo in Köln kann es schon sein, dass sie versuchen, Leute zu mobilisieren“, sagt Brigitta von Bülow von „Köln stellt sich quer“. Pro Köln, Pro NRW, NPD und Die Rechte haben zur Pegida-Demo mobilisiert. Sie alle nehmen Bezug zu den Übergriffen in der Silvesternacht. Der Landesverband NRW der NPD hat seinen Neujahrsempfang abgesagt, um „den Protest in Köln nicht zu schwächen“.

Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt

Sonja Ziegler, Sprecherin von „Köln gegen Rechts“, sagt: „Sie versuchen, die berechtigte Empörung über die gewalttätigen, sexuellen Übergriffe auf Frauen für die Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologie zu nutzen.“ Köln müsse wachsam bleiben, wenn es gegen rechtsextreme Gewalt, Sexismus und Gewalt gegen Frauen, Ausgrenzung und Rassismus gehe.

„Köln gegen Rechts“ hat zwei Aufzüge angemeldet – ob es tatsächlich zwei Demozüge geben wird, soll spontan entschieden werden. In jedem Fall soll es einen Aufzug zum DGB-Haus am Hans-Böckler-Platz geben – über Trankgasse, Komödienstraße und Friesenplatz. Um 12 Uhr gibt es auf der Treppe vor dem Dom/Hauptbahnhof einen Flashmob, zu dem der „Frauenkalender Köln“ aufgerufen hat, das Motto: „Keine Gewalt gegen Frauen.“

In der Innenstadt wird es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Die Polizei wird den Bereich zwischen Hauptbahnhof und Theodor-Heuss-Ring und den Bereich zwischen Hauptbahnhof und Friesenplatz sperren. Betroffen sind auch die Busverbindungen. Ab 9 Uhr ist unter 0221/ 229-7777 ein Bürgertelefon eingerichtet.

Ständig aktualisierte Informationen zum Verlauf der Demos gibt es während des Tages auf unserer Homepage.


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