27.08.2016
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Fünf Verletzte: FC-Fans randalieren in Karlsruhe

Shakehands mit Miso Brecko nach dem Spiel gegen den Karlsruher SC, vor dem es zu Ausschreitungen kam.

Shakehands mit Miso Brecko nach dem Spiel gegen den Karlsruher SC, vor dem es zu Ausschreitungen kam.

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dpa

Köln -

Für fast 140 Fans des 1. FC Köln hat die Reise zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe am Samstag womöglich noch ein Nachspiel. 60 hatte die Polizei in Karlsruhe schon vor dem Anpfiff in Gewahrsamszellen gesteckt, weil sie sich „so danebenbenommen haben, dass man sie nicht ins Stadion lassen konnte“, berichtete ein Polizeisprecher.

Diese Nachricht habe während des Spiels die Runde unter den übrigen FC-Fans gemacht. „Offenbar haben dann einige Gewaltbereite auf der Rückreise ihren Unmut an der Polizei ausgelassen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Koblenz.

Aggressive Stimmung

In Bingen hätten die Männer Beamte der Bundespolizei angegriffen, die den Zug mit insgesamt etwa 500 Kölnern begleiteten, wobei die meisten von ihnen friedlich gewesen seien, hieß es. „Die Stimmung war aufgeheizt, aggressiv, die Beamten mussten Schlagstöcke einsetzen“, berichtete der Behördensprecher.

Ein massives Polizeiaufgebot sei notwendig gewesen, um die Situation in den Griff zu bekommen. 77 Kölner Fans mussten ihre Personalien angeben. In den kommenden Tagen werde geprüft, ob Strafverfahren wegen verschiedener Delikte eingeleitet würden. Fünf Polizisten wurden leicht verletzt.

Verein will Vorwürfe prüfen

Der 1. FC Köln meldete sich in einer Stellungnahme zu Wort: Man wolle die Vorwürfe prüfen, verwahre sich aber „gegen Kollektivhaftung sowohl des Clubs als auch von ganzen Fangruppen für die Taten von Einzelpersonen“. Fan-Vertreter hatten offenbar von überzogenen Maßnahmen der Einsatzkräfte gesprochen. Insgesamt begrüße man die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit der Polizei in der letzten Zeit, die man nicht gefährden wolle.

(ts)