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„German Chocolate Masters“: Kreativ beim Schokoladenwettbewerb

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Sieben Schokoladenkünstler kämpfen bei dem Wettbewerb um den Titel und den Einzug in das internationale Finale. Foto: Christoph Hennes
Sieben Schokoladenkünstler haben bei dem Wettbewerb „German Chocolate Masters“ um den Einzug ins internationale Finale gekämpft. In fünf Kategorien mussten die Konditoren die Jury überzeugen. Gewinnen konnte am Ende nur einer.  Von
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Konzentriert balanciert Alexander Gert den Schokoladenturm auf die Basisplattform. „Das ist jetzt der aufregendste Moment. Man arbeitet hier stundenlang, und dann kann, wenn man eigentlich schon fertig ist, doch noch alles zusammenbrechen. Das ist brutal“, sagt Michaela Karg, und die muss es wissen: 2008 war Karg selbst Teilnehmerin des Schokoladenwettbewerbs „German Chocolate Masters“ der an diesem Wochenende im Rahmen der von 35.000 Gästen besuchten „Rhein-Schau“ in der Kölnmesse stattfindet. Heute ist die 31-Jährige Jurymitglied.

Eine Teilnehmerin arbeitet an ihrem Schaustück.
Eine Teilnehmerin arbeitet an ihrem Schaustück.
Foto: Christoph Hennes

Sieben Schokoladenkünstler kämpfen bei dem Wettbewerb um den Titel und den Einzug in das internationale Finale, das vom 28. bis zum 30. Oktober in Paris stattfindet. In fünf Kategorien müssen die Bewerber die Jury überzeugen: Pralinen, Schokoladenkuchen, Dessert, Neuinterpretation eines traditionellen deutschen Rezeptes – und einem Schaustück.

An diesem Schaustück hobelt, klebt und spachtelt Gert seit drei Stunden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein filigraner Schokoladenturm, 1,60 Meter hoch, zwölf Kilogramm schwer, in großen Buchstaben steht das Wort „Kakao“.

Gert arbeitet im „Café Pascher“ in Lindenthal, auch seine Meisterprüfung zum Konditor hat der 36-Jährige in Köln abgelegt. Ein Heimspiel also, doch das hilft hier wenig. Während die Jury noch seinen Beitrag zum Wettbewerbsmotto „The architecture of taste“ begutachtet, muss er sich schon an die nächste Aufgabe machen: eine Dessertkreation. Der Zeitplan ist eng gesteckt, jede Minute zählt. Seite an Seite werken die sieben Bewerber unter Hochspannung in ihren Boxen. Es riecht ein bisschen nach Schokoladenfondue – nur besser.

Ob die Kunstwerke auch so gut schmecken wie sie riechen, das kann nur die Jury um Präsident Ewald Knauf beurteilen. Der 57-Jährige ist Leiter der Konditorenmeisterschule Köln und seit zehn Jahren Mitglied der Jury. Für Knauf ist klar, wie eine gute Praline schmecken muss: „Sie muss ein Erlebnis sein. Ich muss verschiedene Geschmacksvarianten entdecken, die Verweildauer lang genug sein, damit der Gaumen Zeit hat, alle Geschmacksrichtungen zu erkennen.“ Diese Kriterien hat die Praline von Kevin Kugel (Cafe am Königsforst) erfüllt: Nach zwei Wettbewerbstagen wird er zum Sieger gekürt. Für Alexander Gert hat es für Platz drei gereicht.

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