27.09.2016
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Kölner Weihnachtssingen: 32.000 Besucher stimmen im Stadion Weihnachtslieder an

Prächtiges Farbenspiel im Stadion

Prächtiges Farbenspiel im Stadion

Foto:

Grönert

Stimmungsvoller hätte das erste gemeinsame Weihnachtssingen im Rhein-Energie-Stadion kaum beginnen können: Um Punkt 17 Uhr erklingt ein Trompeten-Solo mit „I Wish You A Merry Christmas“, Scheinwerfer tauchen die Ränge in stimmungsvolles blaues und rotes Licht und projizieren Sterne auf den Rasen. Tosender Applaus von den 32000 Menschen, die am vierten Advent zum „Loss mer Weihnachtsleeder singe“-Event gekommen sind.

Gänsehaut pur - Das ganze Stadion singt!
Köln, 20.12.15: Zum Stadionsingen erklingen Zehntausende Stimmen als riesiger Chor. Unter dem Titel "Loss mer Weihnachtsleeder singe" stimmen Musiker wie Wolfgang Niedecken, Peter Brings, Henning Krautmacher und Cat Ballou die schönsten Songs rund um das Heilige Fest an. Ob klassische Weihnachtslieder, moderne Songs oder eigene Stücke - die über 30.000 Zuschauer fielen mit ein.

Unterstützt vom Jugendchor St. Stephan, den Lucky Kids und weiteren 36 Chören aus der Region, die gemeinsam den 1200 Sänger starken „Südkurve- Weihnachtschor“ bildeten, sangen sie auf den illuminierten Rängen Klassiker wie „O du fröhliche“, aber auch „In der Weihnachtsbäckerei“ oder „Bethlehem im Lande Judäa“ von den Bläck Fööss.

Den ersten emotionalen Höhepunkt bescherten dann die Höhner, die mit einer serbischen Flüchtlingsfamilie den Beatles-Klassiker „All You Need Is Love“ anstimmten. Das Publikum, viele mit Weihnachtsmann-Mützen und Lichterketten ausstaffiert, schwenkten dazu ihre Handys oder Taschenlampen. Für Hohn Henning Krautmacher ein ganz besonderes Erlebnis, zumal zuvor 50 Freikarten an weitere Bewohner des Flüchtlingsheims in der Boltensternstraße gegangen waren.

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Viele Familien aus Köln und der Region nutzten das gemeinsame Singen, um sich auf die Festtage einzustimmen. So wie Verena Knoop und ihre Eltern aus Lohmar, die sich vor allem über die kölschen Weihnachtslieder freuten. „Die anderen kenne ich gar nicht“, gesteht sie. Peter Kales aus Brühl ist mit Kindern, Mutter, Onkel und Tante sowie der Familie seines Schwiegersohnes in spe gekommen. „Das ist heute das erste Mal, dass sich die beiden Familien treffen“, freut sich der 53-Jährige. Die blinkenden Weihnachtsmann-Mützen, die alle zwölf tragen, sind für sie auch ein Zeichen der künftigen Verbundenheit.

Bestseller-Autor Frank Schätzing steuerte eine eher lustige als besinnliche Weihnachtsgeschichte auf Kölsch bei. Weiter ging es mit Peter Brings („Plastikstään“) und BAP-Chef Wolfgang Niedecken, der mit dem Jugendchor „Happy Xmas“ von John Lennon und Yoko Ono anstimmte.

Nach Leonard Cohens Klassiker „Hallelujah“ und einem Medley von Cat Ballou mit deutschem Liedgut („Oh Tannenbaum“) kamen zum großen Finale alle Künstler auf die Bühne und wünschten mit „Feliz Navidad“ ein frohes Fest. Mit „Jingle Bells“ und einem beseelten „Stille Nacht“ endete eine Veranstaltung, die es wohl ab jetzt in jedem Jahr geben wird.

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