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Protest gegen Homophobie?: Köln hat kunterbunte Zebrastreifen

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Einer der zwei bemalten Zebrastreifen in Köln: Auf der Dasselstraße / Ecke Lochnerstraße.  Foto: Martina Goyert
Unbekannte haben Kölner Zebrastreifen in Regenbogenfarben angemalt. In anderen Städten gab es bereits ähnliche Kunst als Zeichen des Protests gegen Homophobie. In Köln wird noch gerätselt nach dem Grund für den kuriosen Farb-Anstrich.
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Der Fußgänger-Übergang an der Dasselstr./Ecke Lochnerstraße strahlt kunterbunt. Für die Fußgänger ein schöner Hingucker. Und auch an der Merowinger Straße/Ecke Elsaßstraße leuchtet ein Zebrastreifen seit zwei Tagen in gelb, rot, pink, grün und blau. Laut Polizei Köln fielen die veränderten Übergänge am Montag erstmals auf.

Nach Aussage der Stadt kann der bunte Zebrastreifen allerdings nicht so bleiben. Die Stadt Köln hat angekündigt, die Zebrastreifen gemäß der Straßenverkehrsordnung in den Ursprungszustand zurückzuversetzen.

Die Regenbogenfahne gilt als Symbol der Homosexuellenbewegung. Grund für die farbenfrohe Bemalung sind möglicherweise Proteste gegen Homophobie. Denn ein Einzelfall sind die bunten Zebrastreifen nicht. Aus Protest gegen die schwulenfeindliche Politik Russlands haben Unbekannte die Zebrastreifen vor der russischen Botschaft in Oslo in den Regenbogenfarben angemalt. Die norwegische Polizei sagte ebenfalls, sie wolle die Farbe schnell wieder beseitigen.

Auch der Zebrastreifen vor der russischen Botschaft in Oslo ist seit Mittwoch bunt. Unbekannte protestieren mit der Aktion gegen das russische Anti-Homosexuellen-Gesetz. Foto: dpa

Der Pressesekretär der Russischen Botschaft wollte den Farbenstreich nicht kommentieren. Gegenüber dem norwegischen Fernsehsender NRK sagte Pjotr Swirin: „Das ist norwegisches Territorium der norwegischen Bürger. Sie können machen, was sie wollen. Wenn die norwegische Polizei meint, das ist in Ordnung, ist das auch für uns okay.“ Russland steht nach der Einführung eines Anti-Homosexuellen-Gesetzes international in der Kritik. Vor allem in westlichen Medien hatte das Gesetz hohe Wellen geschlagen.

Bereits Anfang August wurden im schwedischen Stockholm bunte Zebrastreifen unmittelbar vor der russischen Botschaft entdeckt. Und auch in Sydney wurden im April mehrere leuchtende Übergänge gesehen. Diese waren aus Protest gegen die Entfernung eines bunten Zebrastreifens entstanden, den man zur Schwulen-und Lesbenparade hatte bemalen lassen.

Haben Sie in Köln und der Umgebung auch einen bunten Zebrastreifen entdeckt? Dann schicken Sie uns Ihr Foto. Per Mail an community@ksta.de, via Twitter oder Facebook. (ksta mit dpa)

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