25.06.2016
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Proteste gegen Innenministerkonferenz in Köln: Demo verläuft weitgehend friedlich - Stadt Köln verbietet Gegendemo

Die Großdemo in der Kölner Innenstadt hat sich am Ebertplatz friedlich aufgelöst.

Die Großdemo in der Kölner Innenstadt hat sich am Ebertplatz friedlich aufgelöst.

Foto:

Arton Krasniqi

Köln -

Linke und kurdische Gruppierungen protestierten am Samstag in Köln gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Die Demonstranten forderten auch eine Aufhebung des Verbots der als extremistisch eingestuften kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Das Bündnis richtet sich gegen die Innenministerkonferenz, die am 11. und 12. Dezember in Köln stattfindet. Der Zugweg startete am Friesenplatz und endete gegen 18 Uhr - etwa eine Stunde früher als erwartet - am Ebertplatz. Die Ereignisse zur Nachlese in unserem Newsticker:

17.50 Uhr: Die Demo ist beendet. Rund eine Stunde früher als geplant hat sich die Demonstration am Ebertplatz aufgelöst. Insgesamt verlief die Demo friedlich, auch wenn einige linke Demonstranten für kurze Unruhen sorgten, als sie eine Viertelstunde vor Ende der Demo auf einem Dach im Bankenviertel Bengalos zündeten.

16:27 Uhr: Am Appellhofplatz findet die Zwischenkundgebung der Demonstration statt. Einige Redner provozieren immer wieder die Einsatzkräfte und werfen ihnen vor, den Weg der Demonstration zu blockieren.

15:10 Uhr: Die Geschäfte entlang des Hohenzollernrings sind - wie befürchtet - überwiegend leer. „Die Verkäufer sind wenig begeistert“, meldet unsere Reporterin Claudia Hauser.

15:00 Uhr: Der Demonstrationszug gegen die Innenministerkonferenz, in den sozialen Netzwerken mit #noimk abgekürzt, setzt sich auf dem Hohenzollernring mit etwas Verspätung in Gang. Bislang sind weniger Menschen dabei als vorher angekündigt waren. Die Veranstalter erwarteten im Vorfeld mehrere Tausend Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Polizei begleitet den Zug mit einigen Hundertschaften.

14:45 Uhr: Kommando zurück! Die Kundgebung der HoGeSa-Teilnehmer am Rheinufer darf doch nicht stattfinden, da die Teilnehmer die Auflagen der Stadt nicht erfüllen können. Wie genau die Auflagen aussehen, wurde nicht bekannt gegeben. Der Anmelder der Demonstration wurde in Gewahrsam genommen, da er mit Messern, Pfefferspray und Schlag-Handschuhen bewaffnet war. Mit ihm wurden noch vier weitere Teilnehmer in Gewahrsam genommen. Einigen anderen wurde für den heutigen Samstag Platzverbot erteilt, die Polizei nannte es „Köln-Verbot“.

14:15 Uhr: Die spontan beantragte Gegendemonstration ist genehmigt worden. Die HoGeSa-Anhänger dürfen am Rheinufer Ecke Goldgasse eine Kundgebung abhalten, etwa 100 Teilnehmer werden erwartet. Der Ort liegt nicht auf der Zugstrecke der Demonstration gegen die Innenministerkonferenz.

14:00 Uhr: Rund 70 Anhänger des Hooligan-Bündnisses HoGeSa haben sich am Bahnhof versammelt. Mit weiteren 20 ist wohl noch zu rechnen. Die Hooligans beantragen spontan eine Gegendemonstration, ob die Stadt dem Antrag nachkommt, ist noch nicht klar. Derzeit nimmt die Polizei die Personalien der Anwesenden auf und führt Leibesvisiten durch.

13:40 Uhr: Anscheinend formiert sich gerade eine Gegendemonstration. Auf dem Breslauer Platz am Hauptbahnhof versammeln sich zur Stunde mehrere Anhänger von HoGeSa. Genaueres ist noch nicht bekannt.

13: 30 Uhr Unser Reporter Tobias Christ meldet sich vom Friesenplatz. Dort ist bislang alles friedlich. Die Polizei spricht von gut 500 Teilnehmern, die gekommen sind, um sich die Kundgebung dort anzuhören. Um 14.30 Uhr soll sich dann der Demonstrationszug in Gang setzen. Dann rechnen die Veranstalter mit mehreren Tausend Teilnehmern.

Über die Hahnenstraße, die Apostelnstraße, die Magnusstraße und die Straße Burgmauer wird sich der Demonstrationszug dann in Richtung Krebsgasse bewegen. Weiter geht es dann über die Glockengasse, die Tunisstraße und die Ursulastraße zum Hansaring. Gegen 19 Uhr soll sich die Demonstration am Ebertplatz auflösen.

Polizei wollte Demo verbieten

Die Veranstaltung beschäftigte die Polizei und das Kölner Verwaltungsgericht den gesamten Freitag. Polizeipräsident Wolfgang Albers hatte mit dem Bescheid vom 3. Dezember den Demonstrationszug durch die Innenstadt auf eine Versammlung am Hohenzollernring beschränkt. Am Freitagnachmittag kippte das Verwaltungsgericht das Verbot wieder. Somit tritt jene Genehmigung wieder in Kraft, die Demonstrationsanmelder Torben Strausdat am 27. November mit der Polizei ausgehandelt hatte.

In der Kölner Innenstadt ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Wegen der Demonstration werden einige Straßen gesperrt, die Stadt empfiehlt das Auto stehen zu lassen und auf Bus und Bahn umzusteigen. Im Müngersdorfer Stadion ist um 15.30 Uhr Anstoß des 1. FC Köln gegen Augsburg. Außerdem werden zahlreiche Besucher auf den Weihnachtsmärkten und in den Einkaufsstraßen der Innenstadt erwartet. (ksta mit epd)