29.07.2016
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Krisentreffen nach sexuellen Übergriffen am Hauptbahnhof: Kölner Polizei plant Videoüberwachung mit Teleskopstangen

Krisentreffen mit OB Reker und der Bundespolizei

Krisentreffen mit OB Reker und der Bundespolizei

Foto:

Thomas Banneyer

Köln -

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen und den Raubüberfällen am Hauptbahnhof in der Silvesternacht ein Krisentreffen für Dienstag abgehalten.

Das Verhalten der Täter sei „intolerabel“, sagte Reker bei dem Treffen. „Wir werden die Täter strengenstens verfolgen und setzen in Zukunft auf Prävention.“ Es könne nicht sein, dass Besucher, die nach Köln kommen, Angst haben müssten, überfallen zu werden. Gemeinsam mit der Polizei sollen in den kommenden Tagen Verhaltensregeln herausgegeben werden, die sich junge Menschen im Internet anschauen können. „Wir müssen Menschen aus anderen Kulturen den Kölner Karneval erklären, damit fröhliches Verhalten nicht mit sexuelller Offenheit verwechselt wird“, so Reker. Die Stadt will für öffentliche Veranstaltungen ein konkretes Sicherheitskonzept erarbeiten, hieß es.

Bei dem Treffen waren Polizeipräsident Wolfgang Albers, der leitende Polizeidirektor, ein Vertreter der Bundespolizei, der Kölner Stadtdirektor Guido Kahlen und der Leiter des städtischen Ordnungsamts, Engelbert Rummel, dabei.

Albers verspricht mehr offene und verdeckte Präsenz der Polizei am Hauptbahnhof. Zu Großveranstaltungen wie dem Karneval und auch temporär für die kommenden Tage soll es an neuralgischen Punkten in Köln Videoüberwachungen geben. Unter anderem sollen Teleskopstangen zum Einsatz kommen, um große Plätze von oben einsehen zu können. Die Kameras sollen dazu dienen, in Notsituationen rasch mehr Einsatzkräfte zu Problemplätzen entsenden zu können. Außerdem seien im Nachhinein Täter leichter zu identifizieren.