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„Schrei vor Glück“: Roskopf erklärt das Zalando-Konzept

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Oliver Roskopf, Online-Marketing-Chef von Zalando Foto: Peter Rakoczy
Männer seien profitablere Kunden. „Sie schicken seltener zurück und sind markenaffiner“, sagt Oliver Roskopf, Online-Marketing-Chef bei Zalando. Der gebürtige Kölner teilte seine Erfahrungen als Gast beim Marketing-Club Köln/Bonn.  Von
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Zwei Männer sitzen an der Bar und sprechen über die neue Lederjacke des einen. Wobei „sprechen“ übertrieben ist – die beiden grunzen unverständlich, das eigentliche Gespräch kann der Zuschauer nur im Untertext mitverfolgen.

Männer schicken seltener zurück

Die neue Fernsehwerbung des Online-Mode-Versandhandels Zalando sorgt mal wieder für Furore. Bekannt geworden ist das junge Unternehmen vor allem durch Werbespots mit Nudisten, Exorzisten oder Rainer Langhans und dem Slogan „Schrei vor Glück“. Die neue Werbung soll Männer anlocken. „Männer sind die profitableren Kunden“, erklärt Oliver Roskopf, Online-Marketing-Chef bei Zalando, „sie schicken Sachen seltener zurück und sind markenaffiner.“ Er habe jedoch gehört, dass auch Frauen den Werbespot ansprechend fänden.

Oliver Roskopf, gebürtiger Kölner, ist zu Gast beim Marketing-Club Köln/Bonn. Der Club gehört zum Marketing-Verband Deutschland, der mit rund 14 000 Mitgliedern der größte Berufsverband ist. Immer wieder lädt der Köln-Bonner Club Unternehmer ein, die über ihre Marketingstrategien berichten. Heute also Zalando.

Vor vier Jahren erst hat sich das Unternehmen gegründet, am Anfang haben die Berliner nur Flip-Flops vertrieben. Heute ist Zalando in 14 Ländern aktiv, hat 1000 Mitarbeiter, 1300 Marken im Sortiment und 150 000 Produkte im Shop. Drei Millionen Shopping-Willige schauen jeden Tag auf der Homepage vorbei. Im vergangenen Jahr hat Zalando den Deutschen Marketingpreis gewonnen. Den 160 Gästen in der Früh-Lounge erklärt Roskopf das erfolgreiche Konzept: Eine Mischung der Kanäle Fernsehen, Internet und soziale Netzwerke, ein gutes Ansehen in der Modeindustrie und schnelle, kostenlose Lieferungen. „Die TV-Spots sind einer der stärksten Hebel“, sagt Roskopf. Trotzdem gebe man mehr Geld für Online-Marketing aus. Etwa für Banner, die nach einem Besuch auf der Zalando-Seite im Werbeblock anderer Seiten aufpoppen. Häufig zeigen diese Banner genau das Kleid, das der Kunde sich am Tag vorher bei Zalando angeschaut hat.

Das Unternehmen verwendet viel Zeit darauf, exakt auszurechnen, welche Werbestrategien bei den Nutzern erfolgreich waren, um diese weiter auszubauen. „Unsere Durchschnittskundin ist 37 Jahre alt, wohnt eher ländlich und kauft für die ganze Familie ein“, so Roskopf. Schwarze Zahlen hat das Unternehmen im vergangenen Jahr erstmals in Deutschland, Österreich und der Schweiz geschrieben.

Im November 2011 hat Roskopf bei Zalando angefangen. Er ist 29 Jahre alt. „Ich bin zwar als Jungspund vorgestellt worden, aber bei Zalando bin ich älter als der Durchschnitt.“

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