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„Touristenmagnet“: Jüdisches Museum einmalig in Europa

Stein des Anstoßes vieler Streitigkeiten: die Archäologische Zone. Foto: Stefan Worring
Hunderte Bürger haben sich bereits mit ihren Unterschriften gegen den geplanten Bau der Archäologischen Zone geäußert. Die Befürworter loben das Projekt als „ein wichtiges Zukunftsprojekt“. Dem Stadtrat droht ein erneuter Streit über das Bauvorhaben.  Von
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Köln. 

Einen Tag nach dem Start der Bürger-Kampagne gegen den geplanten Bau der Archäologischen Zone mit dem Jüdischen Museum haben deren Befürworter erneut für das Vorhaben geworben. Das Ausstellungsareal sei „ein wichtiges Zukunftsprojekt“, es werde sich als „Touristenmagnet erster Güte“ erweisen, sagte die Vorsitzende des Kulturausschusses, Eva Bürgermeister (SPD).

Der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Ulrich Wackerhagen, sieht die Stadt in der Pflicht, die Zeugnisse früherer Zeiten zu erhalten und erlebbar zu machen. Nach Worten von Stefan Peil, der die Grünen im Kulturausschuss vertritt, wird vor dem Rathaus ein Museum entstehen, das einmalig ist in Europa. Die Archäologische Zone biete „diese Chance, mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit zu fahren“ und Station in einer Reihe nachfolgender Epochen zu machen. In ihren eigenen Prognosen gehen die Verantwortlichen für das 52 Millionen Euro teure Vorhaben von bis zu einer Million zusätzlicher Besucher im Jahr aus, die ohne diese Attraktion nicht nach Köln kämen. Von diesem Touristenstrom werde die Stadt erheblich profitieren, so Peil. Er hält es für irreführend, dass die Kritiker die städtische Finanzkrise als Argument für einen Planungsstopp anführen. Würden die freigelegten historischen Funde zugeschüttet, werde das Millionen kosten. Bei einem Verzicht auf den Bau „wäre für den sozialen Bereich nichts gewonnen“. Die Befürworter verweisen zudem darauf, dass das Land die Pläne mit 14 Millionen Euro fördert.

CDU fordert solide Kostenkalkulation

Dem Stadtrat steht ein erneuter Streit über den Museumsbau bevor. Die CDU zweifelt die Kostenplanung an. In der Sitzung des Finanzausschusses am 4. Februar werden die Christdemokraten beantragen, einen externen Sachverständigen mit der Berechnung zu beauftragen. „Großstadtflughafen, Elbphilharmonie, Nürburgring und nicht zuletzt der U-Bahn-Bau in Köln selbst zeigen, dass es ohne eine solide Kostenkalkulation, die vor dem eigentlichen Projektbeschluss stehen muss, nicht geht“, sagte CDU-Fraktionsvize Karl Jürgen Klipper. „Wie sollen wir den Menschen in den laufenden Haushaltsberatungen vermitteln, dass die Stadt ein neues Museum baut, während in allen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge Kürzungen bevorstehen?“, so Fraktionschef Winrich Granitzka.

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Die Linke will „die Diskussion um die Archäologische Zone und das Jüdische Museum nicht isoliert führen, sondern eingebettet in ein Gesamtkonzept für alle Kölner Museen“. Ohnehin werde die Stadt ihre Finanzprobleme allein durch den Verzicht auf Großbauten nicht lösen können. Köln müssen seine Einnahmen erhöhen und dafür die Gewerbesteuer anheben.

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