30.08.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Amtsgericht Köln: Sechs Monate auf Bewährung für „Hogesa“-Teilnehmerin
01. February 2015
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Amtsgericht Köln: Sechs Monate auf Bewährung für „Hogesa“-Teilnehmerin

Eine Teilnehmerin der „Hogesa“-Demo in Köln muss sich vor dem Kölner Amtsgericht verantworten.

Eine Teilnehmerin der „Hogesa“-Demo in Köln muss sich vor dem Kölner Amtsgericht verantworten.

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Arton Krasniqi

Köln -

Gut drei Monate nach den Krawallen bei einer Hooligan-Demonstration in Köln hat am Montag der erste Prozess gegen eine Beschuldigte begonnen. Die junge Frau musste sich unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Kölner Amtsgericht verantworten.

Der Richter verurteilte die 21-Jährige aus Bergisch Gladbach zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe. Er sah es als erwiesen an, dass sie bei der Hogesa-Kundgebung eine gefüllte Plastikflasche auf Polizisten geworfen hatte. Die Flasche verfehlte ihr Ziel. Außerdem hatte die Frau Beamte beleidigt.

330 Strafverfahren eingeleitet

Die Angeklagte hatte schon bei ihrer Festnahme ein Geständnis abgelegt und entschuldigte sich im Gerichtssaal für ihr Verhalten.

Bei der als Kundgebung gegen Salafisten angemeldeten Veranstaltung mit rund 5000 gewaltbereiten Hooligans und Rechtsextremen waren Ende Oktober 49 Polizisten verletzt worden. Bisher sind 330 Strafverfahren eingeleitet worden, wie Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn mitteilte. 200 der Verfahren laufen gegen Unbekannte, 130 gegen identifizierte Verdächtige. In den meisten Fällen geht es um gefährliche Körperverletzung nach Stein- oder Flaschenwürfen. Zwölf Strafbefehle wurden beantragt, acht Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt, zwei gegen Geldbuße. (hsr mit dpa)