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Archäologische Zone: Hupke hält Kampagne für falsch

Baustelle: Die Archäologische Zone Foto: Stefan Worring
Die Archäologische Zone ist umstritten wie nie. Eine Bürgerinitiative will eine Internetkampagne starten, um den Bau zu stoppen. Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke verteidigt auf ksta.de den Bau und kritisiert die Kampagne der Initiative.  Von
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Köln. 

Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke hält die geplante Kampagne gegen den Bau der Archäologischen Zone mit dem angegliederten Jüdischen Museum für verfehlt. "Mich konsterniert, dass der Protest nun angeworfen wird, wo doch die Diskussion über dieses Projekt vor dem Rathaus schon zehn Jahre im Gang ist", sagte Hupke am Freitag.

Er habe den Eindruck, "dass dies deshalb geschieht, weil sich das so schön plakativ ins Feld führen lässt". Hupke ist Mitglied der Grünen, die das Vorhaben ebenso wie die SPD und die FDP befürworten.

Internetaktion geplant

Der Hotelier Werner Peters und der Sprecher der AG Arsch huh, Karl-Heinz Pütz, hatten angesichts der städtischen Finanznot gefordert, den mehr als 50 Millionen Euro teuren Komplex vorerst nicht zu bauen. Peters kündigte eine Internet-Aktion gegen den Beschluss des Stadtrats an.

Hupke warnte davor, eine "einmalige Chance" zu vertun. Die Archäologische Zone sei "zusammen mit dem Jüdischen Museum eine Zeitmaschine, die aus der Gegenwart bis 2000 Jahre zurückreicht und ihresgleichen auf der Welt ein zweites Mal sucht". Das Areal vor dem Rathaus werde "ein Publikums- und Touristenmagnet werden, der in der Besuchergunst gleich nach dem Dom kommen würde".

Würde die Stadt die Ausgrabungen dagegen wieder zuschütten, " wären sie für immer zu, und nicht nur für 15 Jahre", glaubt Hupke.

Stärkung der regionalen Position

"Damit wäre auch die historische Gelegenheit für immer weg, dass Köln zum ersten Mal dank des Landschaftsverbandes Rheinland auf kulturellem Gebiet etwas vom Umland zurückbekommt und damit seine regionale Position gestärkt wird."

Der soziale Frieden in einer Stadt wie Köln könne auf Dauer nur gesichert werden, "wenn Kultur gegen Soziales nicht populistisch ausgespielt wird". Bund und Land müssten Köln eine höhere Schlüsselzuweisung zugestehen.

Im Online-Angebot des "Kölner Stadt-Anzeiger" gibt es zum Rathausplatz die Dokumentation "Archäologische Zone - Chronik eines umstrittenen Projekts" unter www.ksta.de/rathausplatz.

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