23.07.2016
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Autonomes Zentrum: „Die Grenze ist überschritten”

Parolen zieren die Fassade des Autonomen Zentrums.

Parolen zieren die Fassade des Autonomen Zentrums.

Foto:

Arton Krasniqi

Köln -

Angesichts der Entwicklungen der vergangenen Tage im Streit um das Autonome Zentrum (AZ) in der Wiersbergstraße in Kalk äußern nicht nur Politiker, sondern auch Unterstützer der ehemaligen KHD-Kantine erhebliche Bedenken. „Leider entwickelt sich jetzt alles in die falsche Richtung. Gewalt geht gar nicht”, sagte Pfarrer Franz Meurer. Nicht nur der Geistliche mahnt die jüngsten Aktionen mutmaßlicher AZ-Unterstützer an.

Auch Politiker aller Fraktionen kritisierten die Plakat-Schmähungen, Farbangriffe und öffentlichen Bedrohungen kommunaler Politiker. „Die Grenze des Zumutbaren ist weit überschritten worden”, meint Susana Dos Santos Herrmann. Die SPD-Politikerin ist selbst bedroht worden. Die Erfahrung habe sie sehr aufgewühlt, so Dos Santos Herrmann. Als nicht hinnehmbar bezeichnete auch CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka die Aktionen. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck stellte fest: „Mit den Bedrohungen haben sich die Besetzer am Ende selbst geschadet.” Dennoch solle die Stadt einen möglichen Gesprächsfaden aufnehmen.

Die aktuellen Vorkommnisse seien völlig inakzeptabel, sagte auch Jürgen Becker. Gleichzeitig warnte der Kabarettist, die Aktionen mit dem Autonomen Zentrum gleichzusetzen. „Die Menschen, die sich dort normalerweise aufhalten, wollen keine Gewalt.”

Ausführliche Stimmen zur Krise um das Autonome Zentrum haben wir hier gesammelt:

(ksta)