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Autonomes Zentrum: Besetzer sollen an Eifelwall ziehen

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An der Stelle der besetzten ehemaligen KHD-Werkskantine soll eine möglichst große Grünfläche entstehen, um die Grünversorgung in dem Stadtteil zu verbessern.   Foto: Worring
Die Stadt Köln hat den Besetzern des AZ das Gebäude am Eifelwall 7 angeboten. In zwei Jahren soll dort der Neubau des Stadtarchivs starten. Das Haus diente bisher als Notschlafstelle. Der SKM wollte das Haus eigentlich auch im kommenden Winter nutzen.  Von
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Die Besetzer der ehemaligen KHD-Werkskantine in Kalk und die Stadt Köln haben sich darauf verständigt, das Gebäude spätestens kommenden Dienstag freiwillig zu räumen. Ein entsprechender Vertrag wurde am Montag nach langen Verhandlungen mit unterschiedlichen Besetzungen auf beiden Seiten unter Beteiligung von Stadtdirektor Guido Kahlen (SPD) unterzeichnet. Danach sollen die Besetzer das Autonome Zentrum (AZ) Anfang kommender Woche verlassen.

Anschlusslösung geplant

Die Stadt wird ihnen im Gegenzug ein Ersatzgebäude am Eifelwall 7 bis zum 31. Dezember 2014 mietfrei überlassen. Der Schlüssel für das neue Domizil wird aber erst ausgehändigt, wenn sich im Gebäude an der Wiersbergstraße niemand mehr aufhält.

Autonomes Zentrum zieht an den Eifelwall

Das ehemalige Büro- und Laborgebäude am Eifelwall 7 steht derzeit leer und sollte Ende März eigentlich abgebrochen werden, weil das Gelände für den Neubau des Kölner Stadtarchivs vorgesehen ist. Dessen Baubeginn wird sich aber wegen umfangreicher Umplanungen um sieben Monate verzögern. Es besteht die grundsätzliche Bereitschaft der Stadt, dem Autonomen Zentrum ein längerfristiges Domizil zu ermöglichen. Nach Ablauf der Nutzungsdauer am Eifelwall könnte ein Gebäude an der Luxemburger Straße 93, das ehemalige Kanalbauamt, bis Ende 2018 zur Verfügung stehen. Beide Gebäude sind nach Auffassung der Stadt aufgrund ihres baulichen Zustands weder nutzbar noch vermarktungsfähig.

Zuschlag für den Inneren Grüngürtel

Die Luxemburger Straße 93 soll im Laufe des Jahres 2019 abgebrochen und das Gelände dem Inneren Grüngürtel zugeschlagen werden. Ein direkter Umzug in die Luxemburger Straße 93 kam nicht in Betracht, weil das Gebäude in einem derart schlechten Zustand ist, dass es so schnell nicht genutzt werden kann. Sollten die Vertreter des Autonomen Zentrums die Option ziehen und später dort einziehen wollen, müssten sie es selbst herrichten.

„Wir sind froh, dass wir eine gemeinsame Gesprächsebene gefunden haben und zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen sind“, sagte Witich Roßmann, Chef der IG Metall, den die Stadt als Vermittler eingeschaltet hatte. Es sei gelungen, ein Objekt zu finden, das von den Autonomen schnell genutzt werden könne, ohne der Stadt zusätzliche Kosten zu verursachen. Zudem musste eine Lösung her, „die keine städtischen Planungen und Investitionen behindert und keine Konflikte im städtischen Umfeld beinhaltet“. Roßmann räumte ein, dass der Eifelwall 7 für Veranstaltungen wegen der engen Räumlichkeiten kaum geeignet sei.

Keine Alternative für schnelle Lösung

„Wir haben einige Objekte ins Auge gefasst. Für eine schnelle Lösung gab es aber keine Alternative.“ Das Autonome Zentrum habe „nach langen internen Diskussionen mit einer Gewaltverzichtserklärung, der Bereitschaft zur Räumung der Wiersbergstraße und der Bereitschaft, über alternative Objekte zu sprechen, die von der Stadt formulierten Voraussetzungen für Gespräche geschaffen“, sagte Roßmann.
„Wir haben immer betont, dass eine Lösung gefunden werden kann, wenn sich die Nutzer des AZ von gewalttätigen Aktionen distanzieren und anerkennen, dass sie mit dem Nutzungsvertrags für die KHD-Kantine Verpflichtungen eingegangen sind. Dies ist jetzt erfolgt“, sagte Susana dos Santos-Herrmann, stellvertretende Fraktionschefin der SPD.

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